Jugendfußball: Am Samstag hat der Stress für Manager Klaus Segelbacher und den VfB Friedrichshafen ein Ende. Um 8.30 Uhr wird in der ZF-Arena der 16. MTU-Cup angepfiffen. Bis dahin sind er und die zahlreichen Helfer, am Wochenende spielt kein VfB-Team, in irgendeiner Funktion am Gelingen der in Europa wohl einmaligen Veranstaltung beteiligt. Das Prozedere ist zwar immer das gleiche, aber kein Vorbereitungsmarathon gleicht dem anderen. „Es gibt immer etwas Unvorhergesehenes“, sagt Segelbacher. Die langjährige Erfahrung des Managers und seines Organisationsteams hilft da bei der Suche nach Lösungen. Deshalb weiß er auch schon heute, dass, wie in all den Jahren zuvor, bis Freitag alles bestens organisiert sein wird: „Dann kommt die Stadt Friedrichshafen zur Abnahme.“

Während Izmir und Chelsea am Samstag schon in aller Frühe ihr erstes Spiel absolvieren, muss sich die C-Jugend des TuS Immenstaad gedulden bis zu ihrem ersten Auftritt vor großer Kulisse. Um 12.10 Uhr ist es endlich soweit. Dann wird der Traum, Teilnahme an der „Champions League für die U15“, wie der Cup auch genannt wird, Wirklichkeit. Darauf hatten natürlich alle gehofft, gehört der TuS Immenstaad doch zu den „Regulars“ des sportlichen Highlights. „Die Freude war riesengroß, als wir Anfang November informiert wurden“, erzählt Matthias Günther. Der Trainer des Kreisliga-Topteams, „punktgleich mit dem Tabellenführer“ (Günther), weiß, wovon er spricht. Der 21-jährige Mittelfeldspieler hat nicht vergessen, wie er 2011 diese riesige Vorfreude erlebte, damals mit der SG Kluftern/Immenstaad gegen Barcelona, Rapid Wien und Mainz 04 spielte.

Aber, bei aller Euphorie, nicht alle TuS-Kicker kommen in den Genuss, sich mit der Crème de la Crème des europäischen Nachwuchsfußballs zu messen. „Wir haben 30 Mann im Kader“, sagt der Student zum Wirtschaftsingenieur an der FH Konstanz, „nur elf dürfen ran.“ Der Rest schaut in die Röhre. Klar sind einige gesetzt. „Wir wollen mit der besten Truppe antreten“, sagt Günther. Aber auch Trainingsfleiß ebne den Weg ins Team des MTU-Cups.

Und das hat Ziele. Natürlich. „Wir wollen nicht Gruppenletzter werden“, verrät Matthias Günther eines. Das ist mit einem Erfolg über den VfB Friedrichshafen II durchaus realistisch. Alle anderen Gegner in der unbesehen attraktivsten Gruppe des Turniers sind turmhoch überlegen. „Wir haben Barcelona ‚Grana’, Manchester, Stuttgart und den FC Bayern München, das große Los“, freut sich Jugendleiter Srko Abadzic. Gegen die großen Namen „wollen wir unser Bestes geben, uns so teuer wie möglich verkaufen“ (Günther). Abadzic vertraut darauf. „Die Truppe ist gut in Schuss.“ Damit das klappt, hatten Günther und Co-Trainer Marco Weinert am Dienstag noch trainiert. Günther hat den Start 2011 noch im Hinterkopf: „Gegen den VfB Stuttgart verschliefen wir den Auftakt.“ Kein Thema 2018, weder für ihn, noch für Klaus Segelbacher.

Rund um den
MTU-Cup 2019

  • Gewinnspiel: Wir verlosen für den MTU-Cup fünf Mal zwei Eintrittskarten. Die Teilnahme ist einfach: Wer Interesse daran hat, schickt bis Freitag, 13 Uhr, eine Mail mit dem Betreff MTU-Cup 2019 an die Adresse
    seesport@suedkurier.de
    Bitte Namen und Adresse nicht vergessen. Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.
  • Die Teilnehmer: Auch der MTU-Cup 2019 in der Friedrichshafener ZF-Arena ist in vier Grupppen zu je sechs Mannschaften eingeteilt. Das Los hat folgende Pools ergeben.
    Gruppe M: Altinordu FK Izmir, Chelsea London, Schalke 04, VfL Brochenzell, Ajax Amsterdam, FC Friedrichshafen.
    Gruppe T: Dinamo Zagreb, Benfica Lissabon, VfB Friedrichshafen, Borussia Dortmund, SG Kluftern/Markdorf, Eintracht Frankfurt.
    Gruppe U: FC Barcelona „Grana“, Manchester United, VfB Stuttgart, TuS Immenstaad, FC Bayern München, VfB Friedrichshafen II.
    Gruppe 18: FC Barcelona „Blau“, MTU-LZ Friedrichshafen, Arsenal London, AC Mailand, SG Langenargen/Eriskirch, FC Augsburg
  • Der Turnierplan: Der 19. MTU-Cup beginnt am kommenden Samstag um 8.30 Uhr mit der Partie der Gruppe M zwischen Altinordu FK Izmir und Chelsea London. Die Gruppenspiele, alle zehn Minuten wird eine neue Partie gestartet, enden am Samstag um 18.40 Uhr mit dem spanisch-deutschen Duell zwischen Barcelona „Blau“ und Augsburg. Am Sonntag geht es in der Zwischenrunde um die Platzierung. Das erste Halbfinale steht um 14.53 Uhr auf dem Spielplan, den die Organisatoren des VfB Friedrichshafen die gesamten Jahre über übrigens minutiös eingehalten haben. Selbst eine brennende Popcorn-Maschine änderte daran nichts. Und um 16 Uhr steht dann am Sonntag der alte oder neue Sieger des MTU-Cups fest. Titelverteidiger ist Ajax Amsterdam, das zum ersten Mal in Friedrichshafen gewonnen hatte. Die Holländer sind wieder dabei, Finalteilnehmer Dinamo Zagreb ebenfalls, der ein rassiges Finale in letzter Sekunde 3:4 verloren hatte.
  • Tickets: Die Tageskarte für den MTU-Cup 2018 kostet für einen Erwachsenen 13 Euro, die Dauerkarte 24. Ermäßigt gibt es sie für 11/20 Euro. Für Teams hat der VfB Friedrichshafen ein Extrapaket geschnürt. Für zwölf Bambini plus drei Erwachsene kostet der Eintritt insgesamt 80 Euro, für 16 Jugendliche (C- bis A-Junioren) plus vier Erwachsene 105 Euro. Ticketinfos gibt es auf der Homepage www.mtu-hallencup.de (heh)