3. Handball-Liga: HG Saarlouis – HSG Konstanz (heute, 19 Uhr, Stadtgartenhalle). – Das letzte Saisonspiel führt die HSG nach Saarlouis, zur, hinter der HSG, zweitbesten Rückrundenmannschaft der Liga. Weil die Saarländer vor dem eigenen Anhang gegen den Meister besonders motiviert sein werden, stuft Trainer Daniel Eblen die Partie, zumindest in emotionaler Hinsicht, als „Generalprobe“ ein. Der Fokus gilt der Aufstiegsrelegation am 11. und 18. Mai gegen Ex-Erstligist Eisenach. „Es wird auch Zeit“, sagt Eblen, „dass es Richtung Eisenach und Höhepunkt geht.“ Das zusammen Erarbeitete gemeinsam umsetzen, steht dabei im
Vordergrund, verrät er.

Ein richtiger Gradmesser

Das kann seine Mannschaft gegen einen richtigen Gradmesser noch mal beweisen. Der Zweitliga-Absteiger war bis zum vergangenen Wochenende zehn Spiele ungeschlagen und feierte neun Siege in Serie. „Das ist mit die Mannschaft, die am besten drauf ist“, meint der HSG-Coach mit Respekt vor der Entwicklung des Gegners im Saisonverlauf. „Sie spielt eine sehr starke Rückrunde.“ Eckpfeiler im Team von Philipp Kessler sind Peter Walz, Kreisläufer und Spielmacher in einem und mit 155 Saisontoren fünfbester Torschütze der Liga. Aber auch Philipp Leist (101) und der kroatische Neuzugang Josip Grbavac (81) sind neben den zwei guten Torhütern Patrick Schulz und Darius Jonzcyk Leistungsträger.

Konstanzer Lager rechnet mit heißem Tanz

Aufgrund der hohen Qualität und der stimmungsvollen Atmosphäre rechnet das Konstanzer Lager mit einem heißen Tanz. „Die Fans sind frenetisch und enthusiastisch wie unsere“, weiß der 44-Jährige. „Es wird in emotionaler Hinsicht eine Generalprobe.“ Spielerisch und taktisch wohl nur in Teilen, dazu unterscheidet sich die Spielweise der HG von jener des ThSV Eisenach viel zu sehr.

Abwehr soll sich in Relegationsform präsentieren

Zwar mag das eigene Offensivspiel sich noch nicht am Relegationsgegner orientieren können, die Abwehr hingegen soll sich schon in „Relegationsform“ präsentieren. Eblen: „Die Defensive steht im Fokus.“ Timing, Sicherheit, Zusammenspiel ohne Ball sind die Schlagworte. Gegen Saarlouis wird die Herausforderung in der Dynamik und Beweglichkeit des Gegners liegen. „Im Angriff müssen wir abwarten, was kommt“, zuckt er mit den Schultern.

HSG in Saarlouis gefordert

Ein gutes Gefühl, Sicherheit und nach Möglichkeit den 25. Saisonsieg holen sind die Vorhaben. Oberste Prämisse ist allerdings, gesund bleiben und mit vollem Kader für Eisenach gerüstet sein. „Die Weltmeisterschaft wird in Saarlouis nicht mehr ausgespielt. Es wird eine muntere Partie mit viel Tempo – aber sehr fair.“ Und noch einmal deutlich schwerer für seine Mannschaft als zuletzt gegen Oppenweiler/Backnang. Als Härtetest kommt die Herausforderung gerade recht. Bei der starken Heimmannschaft HG Saarlouis „werden wir anders gefordert werden“, ist sich der HSG-Coach sicher.

Dauerkarten und Fanbus für Relegation

Die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga am 11. Mai um 19.30 Uhr in Eisenach und am 18. Mai um 20 Uhr in Konstanz werfen ihre Schatten voraus. Nur noch etwas mehr als 150 Sitzplätze sind für das Rückspiel in der „Schänzle-Hölle“ verfügbar. Bis 6. Mai sind Dauerkarten, die beide möglichen Heim-Relegationsspiele im Wert von 40 Euro ohne Zusatzkosten beinhalten, über www.hsgkonstanz.de/aktuelles erhältlich. Plätze für den Fanbus nach Eisenach sind für 25 Euro inklusive Getränke im Bus über Christian Riether unter Tel.: 0177/6510009 buchbar. Abfahrt ist am Spieltag um 11 Uhr an der Schänzle-Sporthalle, die Rückfahrt ist gegen 22.30 Uhr geplant. (joa)