Segeln: Zum 69. Mal werden am Freitag, den 21. Juni knapp 300 Boote zur Nacht-Langstrecken-Regatta Rund Um erwartet. Die 100 Kilometer lange Strecke, bei der die Segler vor Lindau starten, führt einmal um den Bodensee. In diesem Jahr gibt es ein Trackingsystem für alle Segler und noch ein paar Neuerungen. Schon jetzt sind einige schnelle Katamarane gemeldet, darunter auch der Schweizer Vorjahressieger Sammy Smits mit seiner „Green Horny“.

Auch dieses Jahr wieder rund 300 Boote

„Wir erwarten auch in diesem Jahr wieder rund 300 Boote, darunter auch einige schnelle Katamarane“, erklärte Wettfahrtleiter Joachim Holz vom austragenden Lindauer Segler-Club (LSC). Gut vier Wochen vor der 69. Rund Um sind schon mehr als 130 Boote gemeldet. Wer sein Boot vor dem 19. Mai angemeldet hat, musste 80 Euro zahlen, danach kostet die Meldegebühr 100 Euro und eine Woche vor der Wettfahrt sogar 200. „Wir haben die Gebühren angehoben, damit wir besser planen können und außerdem sind wir mit den Startgebühren immer noch recht günstig“, sagt Holz. Die Spätmeldegebühr wurde von 150 auf 200 Euro erhöht.

Die App ist kostenlos

Dafür, so Hermann Kling, internationaler Schiedsrichter, gibt es ab diesem Jahr ein Trackingsystem. „Die App ist kostenlos und mindestens ein Crewmitglied muss sie auf dem Handy haben“, so Kling. Mit ihrer Hilfe kann jeder verfolgen, wo welches Boot segelt. Aber die Verantwortlichen des LSC haben auch die Möglichkeit, die Segler über wichtige Entscheidungen wie Bahnabkürzungen, eventuell aufkommende Starkwinde zu informieren. Laut Wettfahrtleiter Holz dient die App auch der Sicherheit. „Die steht bei uns an erster Stelle. So müssen die Katamaransegler beispielsweise Messer am Körper tragen, um sich im Falle einer Kenterung freischneiden zu können und mehr Lichter mitführen“, weiß Holz.

Vorjahressieger Sammy Smits wieder dabei

Mit dabei ist Vorjahressieger Sammy Smits, der 2018 mit seinem Katamaran „Green Horny“ nach knapp sieben Stunden wieder in Lindau war. Den Rekord aber hält seit 2008 der Niederländer Jonny Hutchkroft mit 4:421,37 Stunden. Für die meisten Segler zählt nicht der Sieg, sondern das besondere Erlebnis, eine Nacht durchzusegeln. LSC-Vorstand Karl-Christian Bay betont: „Bei uns gibt es für alle, die an Land sind, ein abwechslungsreiches Programm, auch entlang der Lindauer Promenade. Weitere Infos unter: www.lsc.de/rund-um-2019. (hog)