Handball-Landesliga: TuS Steißlingen II – TV Herbolzheim 25:31 (12:17). – Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage muss sich der TuS wieder geschlagen geben. Gegen den Tabellenzweiten und Aufstiegsaspirant war das Team von Trainer Dominik Garcia über nahezu die gesamte Spieldauer klar unterlegen und verlor verdient.

Steißlingen hielt zunächst gut mit

Dabei konnten die Blau-Weißen in der Anfangsphase zunächst gut mithalten mit dem haushohen Favoriten. So ging der TuS mit viel Tempo in den Gegenstoß und war ein ums andere Mal erfolgreich. Aber auch Herbolzheim zeigte von Beginn an seine Klasse und hielt dagegen. So stand es nach sechs Minuten 3:3, ehe sich beim TuS technische Fehler einschlichen. Die nutzten die Gäste im Stil einer Spitzenmannschaft aus und setzten sich auf 6:3 etwas ab.

TuS ließ sich nicht beeindrucken

Steißlingen ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt sich weiter an den Matchplan. Das Zusammenspiel mit Kreisläufer Daniel Weber funktionierte hervorragend, die Gastgeber gingen mit dem Tor von Claudio Gattinger zum 8:7 (17. Minute) sogar in Führung. Dies sollte aber die letzte Führung für dne TuS sein. Herbolzheim kam nun richtig ins Rollen und setzte sich innerhalb von wenigen Minuten ab. Dies lag vor allem an der defensiven 6:0-Abwehr des TV, gegen die es fast kein Durchkommen gab.

Nach der Pause noch mal alles geben

Trotz allem hatte der TuS in den ersten fünfzehn Minuten gezeigt, dass er durchaus mithalten kann und daher wollte er im zweiten Spielabschnitt noch mals alles geben. Die Gäste aus dem Breisgau wollten aber nichts mehr anbrennen lassen und agierten über die gesamte Spieldauer höchst konzentriert. Gegen die individuelle Klasse der Herbolzheimer hatte der TuS ein ums andere Mal das Nachsehen.

23:15 für Herbolzheim die Vorentscheidung

Der TV zog vorentscheidend auf 15:23 (42.) davon. Danach wurde dieser Abstand konsequent gehalten, wobei der TuS ebenfalls einige schöne Spielzüge zeigte. So plätscherte die Begegnung in der letzten Viertelstunde etwas vor sich hin, beide Mannschaften konnten munter durchwechseln. Am Ende hatte sich Steißlingen achtbar aus der Affäre gezogen.

"Wir sind hinter unseren Möglichkeiten geblieben"

„Wir sind sicherlich auf allen Positionen hinter unseren möglichen Leistungen geblieben. Herbolzheim ist zurecht ein Aufstiegskandidat, das hat es eindeutig demonstriert“, so Trainer Dominik Garcia. (mw)

TuS Steißlingen II: Beck, Beetz (beide Tor); Bartels, Bauer (1), C. Benzinger (1), Gattinger (2), Daniel Maier (7/6), Tassone (3), Rihm (8), David Maier (1), Weber (1), Wiedemann (1).

Meßkirch fehlen ein paar Prozentpunkte

TuS Ringsheim – TV Meßkirch 26:24 (11:13). – Nach der unglücklichen Niederlage zuletzt gegen den TV Ehingen wollte der TVM in Ringsheim eine Trotzreaktion zeigen und dem TuS die Punkte klauen. Jedoch fehlten auch in diesem Spiel ein paar Prozentpunkte und er musste sich knapp mit 24:26 geschlagen geben.

Fast immer eine Lösung parat

Die Meßkircher starteten sehr gut in die Partie und erspielten sich nach fünf Minuten einen 3:1-Vorsprung. Die Abwehr stand nicht schlecht und auch vorn hatten sie gegen die offensive 3-2-1 Deckung der Hausherren fast immer eine Lösung parat. Zur Halbzeit stand es 13:11 aus Sicht des TVM. In der zweiten Halbzeit wollten die Meßkircher Jungs natürlich da weiter machen wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten.

An die eigene Nase fassen

Das gelang jedoch nicht so gut, denn der TuS Ringsheim konnte den Rückstand in zwei Tore Vorsprung ummünzen. Diesem Rückstand lief der TVM die gesamte Zeit über hinterher, sodass es nicht mehr möglich war, etwas Zählbares mitzunehmen. Am Ende müssen sich die Meßkircher jedoch wieder mal an die eigene Nase fassen, hatten sie doch eigentlich genug Chancen für einen Sieg.

Nichtsdestotrotz heißt es nun: weiter arbeiten! Am Wochenende (23. Februrar) kommt es um 18.15 Uhr in der Meßkircher Stadthalle zum Abstiegskracher gegen die SG Gutach/Wolfach. Wenn der TVM dieses Spiel gewinnt, macht er einen riesig großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. (skl)

TV Meßkirch: Gasser, Gedig (3), Kronhagel (1), Zacharias (4), Rebholz (1), Jan Häusler (6), Kleinhans (1), Martin (6), Nopper (2), Potzinger, Jens Häusler.

Pfullendorf gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

TV Pfullendorf – HSG Dreiland 23:25 (14:14). – In der ersten Halbzeit konnte Pfullendorf noch gut mit den Dreiländern mithalten. Nach einem Einbruch in der zweiten Halbzeit gaben die Gastgeber aber das Spiel aus der Hand.

Geschwächte Gastgeber

Weiterhin geschwächt durch das Fehlen von einigen Schlüsselspielern trat Pfullendorf vor schwach besetzter Tribüne die Partie gegen den Tabellensiebten an. Nachdem D. Sugg in der ersten Minute mit 1:0 vorgelegt hatte, gingen die Gäste in Führung. Zwei Pfullendorfer Tore und die Führungsrolle wechselte wieder, und Dreiland glich aus. Das wiederholte sich einige Male. Das 13:10 (22. Minute) egalisierte Dreiland mittels einer Dreierserie aus, Augustin glich zum 14:14 aus.

Pfullendorf ohne Teamspirit

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich Dreiland etwas ab (38./15:17), hielt den Abstand und setzte sich dann deutlicher ab (23:18). Für Pfullendorf verlief das Spiel etwas unglücklich. Es fehlte am teamorientierten Kampfgeist, gepaart mit Fehlwürfen konnte Pfullendorf die Partie nicht mehr zu seinen Gunsten entscheiden. Zum Schlusspfiff leuchtete ein enttäuschendes 23:25 von der Anzeigentafel.

Trainer Michael Schweikert ist enttäuscht

Der sichtlich enttäuschte Trainer Michael Schweikert: „Die Jungs haben recht gut angefangen, wenig Fehler gemacht, die klaren Torchancen erkannt und gemacht und wurden dann etwas passiv. In der zweiten Halbzeit kam ein Bruch. In der Phase mit zweifacher Dereiland-Unterzahl haben wir statt Tore zu werfen eines erhalten. Die Jungs haben zu unglücklich agiert, Siebenmeter und Tempogegenstoß verworfen. Erst in den letzten zwei Minuten flammte der Kampfgeist wieder auf, aber da war es zu spät. Schade eigentlich, denn da wäre mehr drinnen gewesen, das Spiel hätten wir gewinnen müssen. Da Gutach unentschieden spielte, sind wir nun als Zweitletzter auf dem direkten Abstiegsplatz.“ (ast)

TV Pfullendorf: Thews, Yaren (beide Tor), Augustin (3), F. Brändlin (3), T. Brändlin, Burkert, Karagol, Kempf (6/1), Kreth, Luu, Scheitler (1), Senger, D. Sugg (10), N. Sugg.

Handballkrimi endet zugunsten des TV Ehingen

TV Ehingen – TV St. Georgen 29:28 (14:14). – Es war das erwartet schwere Spiel für den TV Ehingen. Die Gastgeber hatten mit der unorthodoxen Spielweise der Gäste mehr Mühe als erwartet, mit der sehr offenen und aggressiven Abwehrarbeit zwangen sie die Grün-Weißen in ein aufreibendes Positions- und Wechselspiel, das überwiegend im angezeigten Zeitspiel endete. Dennoch triumphierten die ersatzgeschwächten Ehinger. Eine starke Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit ebnete den Weg zum Erfolg. Garant war wieder einmal die starke Abwehr, die auch von Trainer Florian Maier gelobt wurde. „Wir sind hinten sehr kompakt gestanden“, sowie eine überragende Torhüterleistung von Keeper Marcel Kiyici.

Führung wechselt ständig hin und her

Die erste Spielhälfte war ausgeglichen, die Führungen wechselten ständig hin und her. Erst in der 21. Minute gelang den Gästen eine Drei-Toreführung (11:8), der sofort einer Ehinger Auszeit folgte. Drei Zeigerumdrehungen später war diese Führung Makulatur ((12:12). So war es auch nicht verwunderlich, dass zur Halbzeit mit einem 14:14 die Seiten gewechselt wurden. Einziges Ehinger Manko waren die vielen Zeitstrafen, die sie zum Teil durch unnötige Diskussionen mit den Schiedsrichtern erhielten, nach Situationen, in denen die Unparteiischen Aktionen anders auslegten als die Einheimischen es sahen.

Florian Maier findet die richtigen Worte

Entsprechende Worte muss Trainer Maier in der Halbzeitpause gefunden haben. Seine Spieler kamen hoch motiviert aus der Kabine und schraubten den Spielstand innerhalb von vier Minuten auf 18:14, weitere vier Minuten später auf 21:16. Ehingen nutzte in dieser Phase die sich durch die offene Abwehr bietende Lücken für einfache Tore. Vor allem der Ehingee Topscorer Lukasz Stodtko hatte einen Sahnetag erwischt. Die Abwehr der Schwarzwälder wurde noch weiter nach vorn geschoben und im Angriff mit einem siebten Feldspieler agiert. Diese Maßnahme zeigte Wirkung.

Bei Ehingen ließen etwas die Kräfte nach

Ehingen, bei dem die Kräfte etwas nachließen, konnte so sein druckvolles Spiel nicht mehr aufrechterhalten und wurde fast bei jedem Angriff ins Zeitspiel gezwungen. Ungenaue Abschlüsse waren die Folge und die Gäste, angeführt vom stärksten Offensivspieler Manuel Bürk, verringerten den Rückstand Tor um Tor. Als Theo Assfalg (57.) das 27:27 erzielte, sahen die Ehinger die Felle davonschwimmen, zumal Lukasz Stodtko zwei Minuten zuvor die dritte Zeitstrafe und die Rote Karte bekam. Doch die Routiniers meisterten auch diese Situation und gewannen knapp, beendeten den zweiten Handballkrimi innerhalb einer Woche nach dem 30:29 beim TV Meßkirch mit einem Tor Unterschied. (js)

TV Ehingen: Beck, Kiyici (beide Tor), Merk (4), Schädler, Stodtko (13/3), Gaie (4/1), Jäger, Schmidt (4), Hosu (1), Güntert, Ilgenstein (3).