Ringen: Im spektakulärsten Kampf des Turniers setzte sich Magomed Makaev (KG Baienfurt) gegen Philipp Ganter vom KSV Winzeln durch. Den Kampf um Platz drei gewann Ganter nach spannenden sechs Minuten gegen Khamza Termabulatov (StTV Singen) mit 16:13. Für die Singener Ringerfamilie Termabulatov gab es aber so etwas wie eine Revanche. Khamzas älterer Bruder Khamzat stand im Endkampf der 70-kg-Klasse Ganters Zwillingsbruder Marius gegenüber und sicherte sich mit einem 14:5-Punktsieg den Titel. Bronze holte Jannic Achilles (KSV Wollmatingen) durch einen 10:0-Sieg über Filip Ilijev (VfK Radolfzell). Der Taisersdorfer Darwish Mahmodi brachte das Kunststück fertig, als 57-kg-Titelverteidiger eine Klasse höher (61 kg) erneut Meister zu werden. Dass ihm dabei Finalist Nick Gert (VfK Radolfzell) beim 10:0 ebenso wenig Widerstand leistete wie die anderen drei Gegner, überraschte. Mit Leon Brender (KSV Allensbach) trug sich ein neues Gesicht in die Siegerliste bis 52 kg ein.

Ein denkwürdiges Finale gab es in der Gewichtsklasse 74 kg, in dem Vorjahressieger Heshmat Akbari (KG Baienfurt) vom Tennenbronner Fabian Reiner herausgefordert wurde. Die Begegnung ging hin und her, ehe Reiner mit 13:11 die Oberhand behielt. Ebenso eng ging es um Platz drei zu. Da hatte Marian Rall (KSV Winzeln) beim 5:5 gegen Artur Pinsak (VfK Radolfzell) knapp die Nase vorn und holte Bronze. Starke Athleten wie Marcel Käppeler (KSV Taisersdorf) und Matteo Lehmann (KSV Tennenbronn) blieben vorzeitig auf der Strecke. Quasi im Schnelldurchgang kam Timo-Marcel Nagel (KSV Tennenbronn) im Limit bis 79 kg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Seine Überlegenheit gegen die Konkurrenz spiegelte sich in der 40:0-Bilanz in vier Kämpfen wider. Zweiter wurde Alexander Rauch (KSV Taisersdorf) vor Kevin Reuschling (KSK Furtwangen). Eine hervorragende Beteiligung mit 13 Athleten erfuhr die 86 kg Klasse, in der Sascha Weinauge (KSK Furtwangen) herausragte. Mit fünf Schultersiegen, darunter gegen Finalgegner Steffen Blum (KSV Wollmatingen), und einem Überlegenheitssieg kürte er sich zum inoffiziell besten Ringer des Turniers. Titelverteidiger Sandro Martin (KSV Taisersdorf) war nach zwei Niederlagen draußen und wurde auf Rang neun durchgereicht.

In den Klassen bis 92 kg und 97 kg gab es die gleichen Meister wie im Vorjahr. Simon Weißhaar (KSV Taisersdorf) setzte sich gegen Marco Boxler (KSV Wollmatingen) und Daniel Weh (KSV Gottmadingen) gegen Aaron Gaus (KSV Winzeln). Im Schwergewicht (125) gewann Marco Martin (KSV Taisersdorf).

Mit drei Meistertiteln lagen die Linzgauer in der Vereinswertung mit 27 Punkten deutlich vor Furtwangen (23), Tennenbronn (19), Baienfurt (17), Winzeln (16) und Radolfzell (15).

Ergebnisse

52 kg: 1. Leon Brender (KSV Allensbach), 3. Nokha Termabulatov (StTV Singen); 57 kg: 1. Max Kokulan (KSK Furtwangen); 61 kg: 1. Darwish Mahmodi (KSV Taisersdorf), 2. Nick Gert, 3. Rafael Kinsfater (beide VfK Radolfzell), 6. Roman Loeper (KSV Gottmadingen); 65 kg: 1. Magomed Makaev (KG Baienfurt), 4. Khamza Termabulatov (StTV Singen), 6. Jannik Köpsel (KSV Gottmadingen); 70 kg: 1. Khamzat Temarbulatov (StTV Singen), 3. Jannic Achilles (KSV Wollmatingen), 4. Filip Ilijev (VfK Radolfzell); 74 kg: 1. Fabian Reiner (KSV Tennenbronn), 4. Artur Pinsack (VfK Radolfzell), 5. Benno Hasenbrink (KSV Gottmadingen); 79 kg: 1. Timo-Marcel Nagel (KSV Tennenbronn), 2. Alexander Rauch (KSV Taisersdorf), 5. Marius Krämer (KSV Taisersdorf); 86 kg: 1. Sascha Weinauge (KSK Furtwangen), 2. Steffen Blum (KSV Wollmatingen); 92 kg: 1. Simon Weißhaar (KSV Taisersdorf), 2. Marco Boxler (KSV Wollmatingen), 5. Dennis Glok (KSV Taisersdorf); 97 kg: 1. Daniel Weh (KSV Gottmadingen); 125 kg: 1. Marco Martin (KSV Taisersdorf), 3. Nico Schmidt (KSV Taisersdorf), 4. Matthias Schneider (KSV Taisersdorf).