Handball-Oberliga, Frauen: HSG Mannheim – SV Allensbach II (Samstag, 17 Uhr, Richard-Möll-Halle). – Nachdem das Spiel gegen Nussloch wegen eines Todesfalls verlegt werden musste, muss die Mannschaft des Trainerteams Spiegel/Leenen am Samstag zum nächsten Abstiegskracher.

Mannheim hat wie der SVA 10:22 Punkten auf dem Konto, steht aber aufgrund des direkten Vergleichs aus der Hinrunde einen Platz vor Allensbach. Die letzten beiden Spiele konnte die Mannnschaft aus dem Mannheimer Ortsteil Seckenheim ausgeglichen gestalten. Einem deutlichen 31:18 beim TSV Bönnigheim folgte am vergangenen Wochenende ein 19:25 gegen den Aufstiegsaspiranten Heiningen.

„Nach derzeitiger Lage in der 3. Bundesliga wird es mindestens zwei der drei Absteiger in die BW-Oberliga verschlagen. Das bedeutet für die Oberliga vier sichere Absteiger. Somit heißt unser Ziel Platz zehn am Ende der Saison“, sagt Trainer Andy Spiegel. Den hat im Moment mit drei Punkten Vorsprung die HSG Strohgäu inne, aber diese kommt noch zum Rückspiel an den Riesenberg.

„Wir können und müssen von Spiel zu Spiel denken und ausblenden, was um uns herum in der Tabelle passiert. Faktisch gibt es sechs Kandidaten für die vier Abstiegsplätze. Unser Ziel ist es, mit unserer sehr jungen Mannschaft einen der beiden Plätze zu ergattern, die uns auch in der nächsten Saison das Oberligaspielrecht sichern", sagt Trainer Rainer Leenen. "Das ist ein knackiger Anspruch. Aber unsere Mädels sind dazu in der Lage. Was uns gelingen muss, ist, in Mannheim über 60 Minuten die volle Konzentration abzurufen. Gelingt das nicht, wird es schwierig, etwas Zählbares mitzubringen.“

Verstärkung aus der Allensbacher Drittligamannschaft gibt es nicht, da die Drittligafrauen abends daheim zum Spitzenspiel gegen den HCD Gröbenzell antreten. (up)

Harte Handball-Nuss für Steißlingen

SG Heidelsheim/Helmsheim – TuS Steißlingen (Samstag, 15.30 Uhr, Sporthalle beim Hallenbad). – Keine leichte Aufgabe für den TuS, der auf die zuletzt starke SG Heidelsheim/Helmsheim trifft und sich trotzdem den dritten Sieg im dritten Spiel 2019 holen will.

Die Gastgeberinnen aus der Nähe von Bruchsal liegen auf Rang sieben, können aber mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an die Steißlingerinnen heranrücken. Dabei sah es zu Beginn der Saison so aus, als würde die SG direkt gegen den Abstieg kämpfen. Auch gegen den TuS geriet Heidelsheim bereits in der ersten Halbzeit mit sechs Toren ins Hintertreffen. Vor allem gegen das starke Steißlinger Tempospiel fand Heidelsheim kein Mittel beim 31:37. Seitdem sind fast vier Monate vergangen und die SG steigerte sich. Und so sind die Gastgeberinnen seit drei Spielen ungeschlagen, besiegten beispielsweise den Tabellenzweiten HSG Leinfelden/Echterdingen in eigener Halle mit 23:22. Daher wird die SG sicher mit einer breiten Brust auflaufen und versuchen, den vierten Sieg in Folge einzufahren.

Dies möchte der TuS Steißlingen verhindern und den Hinspielerfolg wiederholen. Dazu benötigen die Steißlingerinnen aber eine deutliche Leistungssteigerung im Angriff im Vergleich zur HSG-Strohgäu-Partie. Sie müssen mehr Druck aus dem Rückraum erzeugen und nicht vorschnell den Ball an den Kreis werfen. Aufgebaut kann auf die starke 5:1-Abwehr werden, die gut funktioniert und aus der viele einfache Ballgewinne erzielt wurden. Auch gegen die SG gilt, zuerst die starke Rückraumachse Bremer, Hoffmann und Röh in den Griff zu bekommen, um dann schnell umzuschalten.

„Das wird ein ähnlich schweres Spiel wie gegen Strohgäu. Heidelsheim spielt einen ähnlichen Handball wie wir, man darf sich auf ein sicher sehr temporeiches Spiel freuen“, sagt Trainer Sascha Spoo. (mw)