Volleyball, 2. DM-Finalspiel

Berlin RV

VfB Friedrichshafen

3:2

Der VfB Friedrichshafen hat auch das zweite Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft bei den Berlin RV mit 2:3 (25:19, 27:29, 20:25, 25:17, 11:15) verloren. Doch zu Beginn hatten David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis, Andreas Takvam, Philipp Collin, Bartlomiej Boladz, Simon Tischer und Markus Steuerwald das Heft in der Hand. Im Gegensatz zum ersten Spiel machten sie kaum Fehler, standen sicher in der Feldabwehr und hatten in Boladz den Angreifer gefunden, der sicher die Punkte machte (8:6, 14:10).

Der Berliner Trainer Stelian Moculescu hatte genug gesehen – zumindest von Robert Kromm. Marshall bekam das Vertrauen, Russell kam für Carroll und setzte gleich sein erstes Service hinter die Grundlinie (19:14), während der Pokalsieger ruhig zu Ende spielte. Die zwei letzten Punkte im Satz machte dann Berlin für die Friedrichshafener. Mit einem Netzfehler von Zuspieler Pujol und dem Aufschlagfehler von Okolic war Durchgang Nummer eins Geschichte (25:19).

Die Berliner erwischten den stärkeren Start in den zweiten Durchgang – und wurden für ihr Risiko belohnt. Mit 8:4 gingen die Volleys in Führung und hielten diesen Vorsprung bis zu Whites Aufschlagfehler zum 13:10. Heynen wechselte doppelt mit Tomas Kocian und Daniel Malescha für Tischer und Boladz. Malescha blockte gleich den ersten Ball und zwang Okolic zum Angriffsfehler (15:14). Seite an Seite gingen die Teams jetzt – in einem zerfahrenen Spiel mit Aufschlagfehlern auf beiden Seiten. Erst Takvam brachte seinen Service ordentlich über das Netz und machte damit den Ausgleich zum 21:21. Beim 26:25 hatten die Friedrichshafener sogar Satzball, Berlin wehrte ab. Ein starker Aufschlag von Okolic und ein Block von Russell brachten die Entscheidung (29:27).

Es blieb dabei. Beide Teams machten Fehler. White setzte seinen Aufschlag ins Netz, Russell schlug erst ins Aus und dann in den Block von Protopsaltis (5:3, 7:5). Aber auch der für Collin gekommene Jakob Günthör verschlug und Protopsaltis landete mit seinem Hinterfeldangriff zum 11:11 im Berliner Block. Vital Heynen brachte erneut Malescha und Kocian, beim 14:16 wechselte der Belgier Tischer und Boladz zurück. Auf 16:16 ging es noch heran, ehe Okolic Boladz blockte (18:16), Günthörs Angriff sein Ziel verfehlte (16:19) und die Häfler ihre Chancen zum Break liegen ließen. Vigrass blockte Collin, der Günthör ersetzte und Russell punktete mit dem Aufschlag zum Satzball (24:19). Marshall vollstreckte einen langen Ballwechsel (25:20).

Okolic musste vom Feld. Dafür war bei Friedrichshafen Jakob Günthör warm gelaufen. Zwei Mal blockte der längste Häfler und Kromm kam für Marshall zurück aufs Feld (3:2, 9:6). Pujol musste Kühner weichen, als Berlin sogar 7:13 zurücklag. Friedrichshafen war dank einer stabilen Defensive und einer besseren Chancenverwertung auf Tiebreak-Kurs (15:8). Auch Malescha kam im Angriff besser mit dem Berliner Block zurecht (18:9). Günthör blockte nicht nur erfolgreich, sondern schickte noch zwei Asse in Richtung BRV-Libero Luke Perry (19:9). Berlin robbte sich heran, aber der VfB rettete den Vorsprung ins Ziel. (25:17)

Satz drei begann mit Chancen für Friedrichshafen zu kleinen Breaks, die sie alle liegen ließen. Malescha hielt die Häfler im Spiel (2:2, 4:4), aber Berlin setzte zum Zwischenspurt an. Mit 8:5 für die Volleys wechselten die Teams die Seiten. Okolic kam bei Berlin zurück und blockte Malescha zum 6:10. Einen übersehenen Berliner Netzfehler später (9:13) und Vigrass, der den Ball im Stile eines Basketballers ins Häfler Feld drückte (10:14), hatte Berlin Matchbälle. Vigrass machte den Sack dann zu. Berlin holte sich Satz fünf mit 15:11 und führt die Serie mit 2:0 an. (gek)