TGM Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Weser)

„Das schaffen die anderen nicht mehr“, sagt Christian Pampel. Mit den „anderen“ meint der Mimmenhausener Spielertrainer die Mannschaften im Ligakeller. Allen voran Freiburg und Gotha. Deren Aufgaben im Saisonendspurt (Freiburg hat noch vier Partien, Gotha drei) ist angesichts des Abstandes zum Tabellensiebten zu groß. Gotha muss noch sieben, Freiburg neun Punkte aufholen. Dann wären beide Konkurrenten um den Klassenerhalt erst gleichgezogen mit dem Aufsteiger, der in keinem seiner letzten drei Spiele mehr punkten dürfte. Fakten für Pampels Klartext.

Mimmenhausen hat die entscheidenden Kriterien

Und selbst wenn Gotha und Freiburg das schaffen sollten, sprechen die bei Punktgleichheit entscheidenden Kriterien für den TSV. Der hat zwölf Siege und 45:44 Sätze auf seinem Konto. Gotha (37:46) kann maximal auf elf kommen, Freiburg (34:47) im besten Falle auch.

Beste Aussichten auf den Klassenerhalt

Also müssen Pampel & Co. nicht mehr „so angespannt wie ein Flitzebogen“ in die Partie gegen Mainz-Gonsenheim gehen. Mimmenhausen hat zwar rechnerisch den Klassenerhalt noch nicht sicher, aber beste Aussichten auf ein zweites Jahr in der zweihöchsten deutschen Liga.

„Wir wollen weiterhin punkten“

Zurücklehnen, zuschauen, was die Konkurrenz macht. Nein, das ist wahrlich nicht das Ding des ehemaligen Nationalspielers. „Wir wollen weiterhin punkten.“ Auch am Samstag in Gonsenheim. Beim Tabellendritten. Bei einem Gastgeber, der zwar im Niemandsland der Liga steht, aber mit Sicherheit ganz heiß auf die Blau-Gelben vom Bodensee ist. Des Hinspiels wegen, zum Beispiel. Da kamen die Rheinland-Pfälzer als Tabellenführer ins Bildungszentrum Salem und wurden mit einer 2:3-Niederlage nach Hause geschickt. Dass Gonsenheim diese Partie abschenkt, ist schon alleine aus diesem Grund nicht zu erwarten.

Gastgeber haben eine Rechnung offen

Die Mannschaft von Markus Pfahlert hat noch eine Rechnung offen. Und in Torben Didick-Wagner einen der besten Zweitliga-Zuspieler. Der war im Hinspiel verletzt, am Samstag ist er wieder dabei. Duplizität der Ereignisse: Mimmenhausen muss auf seinen verletzten ersten Zuspieler Lukas Diwersy verzichten. Für ihn springt Bruder Michael ein. Der Kapitän hat seine Sache im Kellerderby gegen Gotha „sehr gut gemacht“. Die Baustelle im TSV-Verbund ist damit adäquat ersetzt.

Mimmenhausens Pluspunkt ist die Geduld

Dennoch wird es in der Sporthalle Weser besonders auf die TSV-Annahme ankommen. Saubere Bälle zum Steller erleichtern dem die Aufgabe enorm. Und dann den großen Mimmenhausener Pluspunkt in die Waagschale werfen: die den Gegner zermürbende Geduld. TSV-Trainer Christian Pampels Ziel: Fünf Sätze, denn „dann haben wir schon einen Punkt". Zehnmal war Mimmenhausen in dieser Saison schon über die volle Distanz gegangen. Siebenmal gewann es den Tiebreak. Nur einem Diwersy schmeckt der Plan des TSV nicht wirklich. Cousin Hendrik ist Libero bei Gonsenheim.