Nicht nur bei den Profis kann der Fußball gnadenlos sein, sondern auch im Breitensport – manchmal sogar schon in der Jugend. Die Problematik, mit der der SC Konstanz-Wollmatingen derzeit kämpfen muss, ist kein Einzelfall. Die Enttäuschung der betroffenen Eltern und Spieler ist berechtigt – ohne jeglichen Zweifel. Nicht mehr in seinem Heimatverein spielen zu dürfen, den Club verlassen zu müssen, ist frustrierend.

Dilemma für den Sportclub

Die Suche nach Lösungsansätzen für alle Beteiligten ist allerdings kompliziert. Es geht um die Entscheidung, wie viele Mannschaften vor der Saison gemeldet werden. Dass der Sportclub mit weniger als 50 Spielern keine drei Teams meldet, ist verständlich. Zu groß ist das Risiko, an Spieltagen aufgrund von Spielermangel nicht antreten zu können. Allen Spielern gerecht zu werden, ist schier unmöglich. Und dann spielt eben auch im Amateurbereich der Leistungsgedanke eine gewichtige Rolle – selbst beim Nachwuchs.

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Für den Verein ein Dilemma, denn er will zwar keine Spieler wegschicken, hat es sich aber zur Aufgabe gemacht, den Club mit guter Jugendarbeit voranzutreiben. Im Mannschaftssport führt dies zwangsläufig zu harten Entscheidungen – und die können, wie dieser Fall zeigt, knüppelhart sein. Eine doppelte Niederlage – für die Spieler und den Verein.