2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TV/DJK Hammelburg (Sonntag, 16 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Der TSV Mimmenhausen startet mit einem Heimspiel in die zweite Hälfte seiner Premierensaison. Gegen eine DJK Hammelburg, die das Hinspiel 3:1 gewonnen hatte, weil der Aufsteiger in seiner ersten Zweitligapartie der Vereinsgeschichte „zu nervös“ gewesen sei, damals noch nicht so richtig einschätzen konnte, wie das denn nun werden würde, als Grünschnabel vom Bodensee in der zweithöchsten deutschen Liga auf Punktejagd zu gehen, und weil Christian Pampel sich beim Einschlagen verletzt hatte, trotzdem spielte.

Gute Gründe, warum der Auftakt in die Saison im September vergangenen Jahres daneben gegangen war, obwohl „wir gut spielten. Ein Punkt für uns wäre gerecht gewesen“, kommentierte der Mimmenhausener Spielertrainer das damalige 1:3. Mit solch einem Resultat wäre Christian Pampel am Sonntag auf keinen Fall zufrieden. „Ein 3:2 wäre super“, sagt er, „darüber würde ich mich sehr freuen.“

Aber für ihn und seine Mannschaft ist mehr drin. Gewiss. Nach zwölf Partien hat sich der Neuling Respekt verschafft, mit Platz acht und 16 Pluspunkten bewiesen, dass er wegen keinem Gegner mehr nervös werden muss. Und noch ein Unterschied zum September 2018: „Alle Spieler sind fit“, freut sich Pampel. Das ist an sich schon eine sehr gute Nachricht nach den vielen Ausfällen auf der Annahmeposition. Auch er ist voll einsatzbereit. Lukas Ott ist zwar nach seiner Schulteroperation wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, doch sein Trainer erwartet nicht, dass er jetzt schon fit für einen Einsatz ist. „Wir wollen ihn langsam heranführen“, will Pampel einen zu übereilten Einsatz und eine erneute Verletzung auf alle Fälle verhindern. Aber auch ohne den schmerzlich vermissten Annahmespieler sind die Voraussetzungen gut, am Sonntag mit einem positiven Ergebnis in die zweite Saisonhälfte zu starten. Davon ist Pampel überzeugt.

Die ersten zwölf Duelle hätten gezeigt, „dass wir – mit Höhen und Tiefen – in der Liga angekommen sind“. Aber daraus nun zu schließen, der TSV Mimmenhausen könnte auf die Idee kommen, er sei besser als Hammelburg, der kennt seinen Spielertrainer nicht. „Wir sind noch lange nicht soweit“, bremst er, „dass wir sagen können: Alle Mannschaften hinter uns in der Tabelle schlagen wir.“ Bisher sei das Abenteuer
2. Liga ja ganz okay verlaufen, fügt er an, auch mit überraschenden Erfolgen über Favoriten. Es habe aber auch Niederlagen gegen Mannschaften auf den Plätzen neun bis zwölf gegeben. Sein Rat also an die Mimmenhausener Spieler:„Wir müssen vorsichtig bleiben.“

Nicht zu viel auf einmal wollen: Deshalb hält er nichts davon, die Partie gegen den Tabellenzehnten als Pflichtsieg einzufordern, seine Mannen großspurig unter Druck zu setzen im immer noch engen Rennen um den Klassenerhalt. Dass die Blau-Gelben es drauf haben, wissen sie. Und so sollen am Sonntag die Schwachstellen der Gäste besser, also effektiver genutzt werden als das noch im Hinspiel gelungen war, mit „Lockerheit, ohne die Hosen voll zu haben“ (Pampel).

16 Punkte haben Christian Pampel & Co. bereits eingeheimst, 14 fehlen noch zum Mimmenhausener Saisonziel 30 Zähler. Die reichen nach des Spielertrainers Rechnung für den Klassenerhalt. Und je früher diese auf dem Habenkonto sind, umso schöner werden die Begegnungen danach.