Segel-Bundesliga: Von heute bis Samstag segeln die 18 besten Teams das große Finale auf der Alster in Hamburg. Vom Bodensee dabei und derzeit auf Platz vier, punktgleich mit den Dritten: die Crew des Württembergischen Yachtclub (WYC). Ebenfalls gut platziert ist der Segel- und Motorbootclub Überlingen – die vier Jungs sind Gesamtachte, punktgleich mit dem Siebten.

„Wir haben uns in dieser Saison vorgenommen, das Ziel ruhig etwas höher zu setzen. Das bedeutet, dass in Hamburg mit ganz viel Glück Rang fünf noch drin sein könnte und damit eine Platzierung für die Champions League“, erklärt Michael Zittlau, Skipper des SMC. Gemeinsam mit Jan Fritze, Sven Heßberger und Frederik Schaal segelt er von heute bis Samstag auf der Alster. „Das Revier ist schwierig, obwohl ich es bestens kenne. Aber da gibt es oft viele Winddreher und für die kommenden Tage ist schönes Wetter mit wenig Wind vorhergesagt“, sagt Zittlau. Nach seinen Aussagen liegen diese Bedingungen der Crew nicht so sehr. „Wir haben gerne richtiges norddeutsches Wetter mit viel Wind und gerne auch Regen. Das mögen alle bei uns“, weiß Zittlau. Er gibt aber zu bedenken, dass das Finale schwer wird, da alle Teams ihre besten Crews auf die Alster schicken werden. „Wir haben unser Saisonziel erreicht, wir haben uns einen Platz unter den Top 10 gewünscht“, so Zittlau. Besonders freuen sich die vier darüber, dass etliche Fans vom See nach Hamburg kommen, um das Team anzufeuern.

Ein Platz auf dem Podest ist dagegen für die Crew des WYC noch drin. Das Team von Skipper Max Rieger, Zwillingsbruder Moritz, Felix Diesch und Thomas Stemmer liegt vor dem letzten sogenannten Spieltag punktgleich auf Platz vier mit dem WV Hemelingen (Bremen). Für Rang eins wird es aber nicht mehr reichen. Der Norddeutsche RV Hamburg ist eigentlich uneinholbar. „Wir freuen uns aufs Finale. Vor allem, da wir mit einer ordentlichen Platzierung – ohne Abstiegsgefahr wie vergangenes Jahr – starten können“, blickt Steuermann Max Rieger auf Hamburg. „Dies verdanken wir der Strategie unseres Team-Managers Klaus Diesch, junge Talente nachzuziehen und sein glückliches Händchen bei der Trainerwahl. Mit Jochen Frik haben wir einen erfahrenen Profi-Coach“, so Rieger weiter. Auch in Friedrichshafen werden Fans und Vereinsmitgliedern der Crew die Daumen drücken: „Ich freue mich sehr, dass wir mit einer soliden Ausgangsposition nach Hamburg fahren. Zu Saisonbeginn hatten wir einen Platz unter den besten acht Teams anvisiert. Aufgrund der konstanten Leistungen über die Saison schiele ich mit einem Auge natürlich auf die Qualifikation für die Champions League“, hofft WYC-Präsident Oswald Freivogel.

Am Samstag steht fest, ob eines der Bodenseeteams einen Champions-League-Platz ergattert hat, und ob es einem gelang, einen Podestplatz zu belegen. Die besten drei übrigens segeln in Hamburg Anfang November gegen 21 Konkurrenten um den DSL-Pokal.