... weil die HSG-Handballer mit einem fulminanten Endspurt in der zweiten Halbzeit in Rostock aus einem Sechs-Tore-Rückstand (13:19) ein 31:31-Unentschieden machten und sich damit eine gute Ausgangsposition geschaffen haben.

... weil die HSG-Handballer bei dieser Aufholjagd Moral, Nervenstärke und Selbstbewusstsein bewiesen. Wäre die Partie noch ein paar Minuten länger gegangen, sie hätten noch gewonnen!

... weil die eigene, proppenvolle Halle am Rheinufer eine uneinnehmbare Festung ist – Pfullingen? Pfullingen ist wie Alesia für Asterix‘ Gallier – gibt es nicht!

... weil Trainer Daniel Eblen in Rostock in der Halbzeitpause nach dem schwachen Auftritt mit einem 11:16-Rückstand so laut wie selten zuvor geworden war und in dieser Trainingswoche seine Jungs auf den ultimativen, letzten Schritt eingeschworen hat.

... weil Eblen mit seinen Torhütern Simon Tölke und Maxi Wolf gesprochen hat. In den drei Aufstiegsspielen (zweimal Eisenach, Hinspiel in Rostock) blieben beide unter ihrem Können und hinter ihren Erwartungen. Wir sind zuversichtlich, dass das heute anders wird und die beiden zu ihrer Form der Drittligarunde zurückfinden.

... weil auf Rechtsaußen oder auch auf der halbrechten Position Joschua Braun so überzeugend auftritt wie zuletzt an der Ostsee mit fünf Treffern.

... weil Kreisläufer Fabian Wiederstein ein solch starker Charakterkopf ist, dass er sich von den für ihn sehr schwierigen Aufsstiegsspielen nicht erschüttern lässt – und wie immer seine Chancen suchen und diesmal von seinen Kollegen auch gefunden wird.

... weil Linkshänder Felix Krüger sich von unglücklichen Versuchen nicht aus der Spur bringen lässt und trifft. Sei es vielleicht auch erst in Halbzeit zwei, wenn die Kräfte der Gegenspieler schwinden.

... weil Tim Jud wieder Tempo gehen und, wenn nötig, zielstrebig Eins-zu-Eins-Situationen forcieren wird. Nicht umsonst setzte es mehrere Zeitstrafen für Gegenspieler, die den HSG-Kapitän zu spät zu fassen bekamen.

... weil der sowieso unerschütterliche Paul Kaletsch Mister Zuverlässig bleibt – aus dem Rückraum wie vom Siebenmeterpunkt aus.

... weil Samuel Wendel auf Linksaußen wieder unwiderstehlich seine Würfe setzen wird.

... weil Motivationsmonster Fabian Schlaich in der Abwehr wie gewohnt schnell und kräftig mit gutem Auge für die Situation zupackt – und selbstverständlich erfolgreiche Tempogegenstöße läuft.

... weil der zweite HSG-Kapitän neben Tim Jud, Tom Wolf, zuletzt leider mit ungewohnten Fehlern, alles daran setzt, die Chance beim Schopf zu packen – und müsste es mit einem letzten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit sein...

... weil Matthias Hild als Backup für Joschua Braun auf Rechtsaußen so cool agieren wird wie in Eisenach und in Rostock, wo er jeweils nach der Pause kam und gleich mal drei blitzsaubere Tore machte.

... weil Tim Keupp immer zur Stelle ist, wenn er ins Spiel kommt – und dann eben immer auch für Tore gut ist.

... weil Michel Stotz als Wiederstein-Backup mit Sicherheit ein Tor vom Kreis macht.

... weil die guten Wünsche vieler Ex-Kollegen die HSG-Akteure heute Abend begleiten (siehe nebenstehenden Artikel).

... weil die lauten und ebenfalls konditionsstarken HSG-Fans die prall gefüllte Schänzlehalle einmal mehr zur blaugelben Schänzlehölle machen.

... weil die 3. Liga, um es mal mit den klaren Worten der Konstanzer Handballer zu sagen, geil ist, aber die 2. Liga viel geiler.