Das A-Team hat wieder zugeschlagen: Gold für Anna Schaffelhuber, jeweils Silber für Anna-Lena Forster (Radolfzell-Stahringen) und Andrea Rothfuss. Bei der Para Ski alpin-WM in Sella Nevea (Italien) sind die Monoskifahrerinnen Anna Schaffelhuber und Anna-Lena Forster in der Abfahrt zum Doppelsieg gerast und wiederholten damit den Erfolg aus dem Slalom – nur diesmal mit umgekehrter Reihenfolge. Das tolle Abschneiden des deutschen Teams rundete Andrea Rothfuss in der Klasse Damen stehend mit Silber ab.

Pech mit den Wetterbedingungen

Nach zwei Silbermedaillen zuvor schnappte sich Anna Schaffelhuber (25/TSV Bayerbach) zum Auftakt der Speed-Wettbewerbe den WM-Titel. Dabei musste die Abfahrt aufgrund von Wind und Schnee in Sella Nevea um einen Tag verschoben werden, zudem fand das einzige Training erst am Morgen vor dem Rennen statt. „Wir hatten so viel Pech mit den Wetterbedingungen in den letzten Tagen. Jetzt bin ich total happy und freue mich brutal“, jubelte Schaffelhuber über ihre erste Goldmedaille bei dieser WM. „Ich fühle mich auf der Piste sehr wohl, auch wenn als Folge des wenigen Trainings in den Speed-Rennen die Selbstverständlichkeit noch etwas fehlt. Doch ich bin voll im Soll, das Setup passt und ich werde noch mal Gas geben.“

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1,5 Sekunden Rückstand für Forster

Schaffelhuber fuhr in 1:08,54 Minuten als Schnellste über die Ziellinie und blieb knapp 1,5 Sekunden vor ihrer Teamkollegin Anna-Lena Forster (23/BRSV Radolfzell), die noch im Slalom die Nase vorn hatte. Forster: „Das ist meine erste Medaille in einem Speed-Rennen bei einem Großereignis. Ich bin wirklich glücklich, zumal ich auch gar nicht so weit hinter Annas Zeit liege.“ Dritte wurde die Japanerin Momoka Muraoka.

Bundestrainer Justus Wolf zufrieden

Bundestrainer Justus Wolf war mit den tollen Ergebnissen zufrieden: „Es war ein straffes Programm mit Training und Rennen an einem Tag sowie nur kurzer Besichtigungszeit. Die Mädels haben das sehr gut gemeistert und auf dem schnellen Kurs im Rennen eine Top-Leistung gezeigt.“ Am Donnerstag geht es in Sella Nevea voraussichtlich planmäßig mit der Super-Kombination weiter.

Das deutsche Team von Bundestrainer Justus Wolf hat nach fünf von sieben Wettkampftagen zweimal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze auf dem Medaillenkonto.

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