Handball, Oberliga

TV Plochingen

TuS Steißlingen

36:27 (15:10)

Nach dem letzten Spieltag ist es also soweit. Nachdem der TuS zwei Jahre lang in der Oberliga für Furore gesorgt hat, steigt er nach der klaren Niederlage gegen den Vizemeister verdient ab.

Von Beginn an lief wenig zusammen beim TuS. Zwar hielt er gegen den haushohen Favoriten zunächst mit. In der Folge hatten die Blau-Weißen aber ein großes Problem, das sich über die gesamte Saison als großer Stolperstein zeigte: die Chancenverwertung. Der TuS vollbrachte das Kunststück, in wenigen Minuten fünf Siebenmeter zu verwerfen. Dies nutzte Plochingen, das nicht mit vollem Einsatz spielte, die Relegation war ja bereits sicher (8:4, 13. Minute). Danach versuchte TuS-Trainer Jonathan Stich, mit einer Auszeit seine Mannen neu auszurichten, was nur bedingt klappte. Plochingen war einfach stärker und spielte seine individuelle Klasse clever aus, zudem vergab der TuS wieder einige freie Würfe (7:12, 22.). Diesen Rückstand konnte der TuS bis zur Halbzeit halten.

Unglücklicherweise lief es im zweiten Durchgang nicht wirklich besser und der TV Plochingen zeigte, warum er vorzeitig Vizemeister wurde. Dem hatte der TuS wenig entgegenzusetzen (12:20, 38.). Was immer die Steißlinger noch versuchten, die Gastgeber hatten die richtige Antwort. Nach dem 14:24 plätscherte das Spiel vor sich hin. Da der TV Weilstetten gegen Heddesheim souverän gewann, überholte er den TuS aufgrund des direkten Vergleichs.

„Auch wenn das Ergebnis anderes erahnen lässt: Da war mehr drin! Einmal mehr war unsere Chancenverwertung das große Manko. Schade! Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft und wie sie sich bis zum letzten Spieltag bravourös gegen den Abstieg gestemmt hat“, so TuS-Trainer Jonathan Stich. (mw)

TuS Steißlingen: Walter, Leon Sieck (beide Tor); Biedermann (2), Klotz, F. Maier (4), Stefan Maier, Steffen Maier (3/1), Lennart Sieck, Rothkirch (6), Storz (3), Ströhle (6/3), Wangler (2), Wöhrle (1). – Z: 350.

TV Bittenfeld II

HSG Konstanz II

22:29 (13:14)

Der Aufsteiger beendete die Saison, wie er sie begonnen hatte: mit einem Sieg. Der Erfolg bei der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart war der vierte hintereinander und der zehnte 2019. Dabei machte sich auch im letzten Auftritt die mannschaftliche Geschlossenheit und die Breite des Kaders bezahlt. Die HSG Konstanz II bot trotz der Verletzten Benjamin Schweda, Joel Mauch, Jerome Portmann, Jonas Löffler, Felix Fehrenbach, Moritz Ebert und einem angeschlagenen Samuel Löffler einen fast vollen Kader auf. Darin sollte der Schlüssel zum 18. Erfolg liegen. Konstanz konnte das Tempo unglaublich hoch halten, und die vielen jungen Spieler nutzten die Chance eindrucksvoll. Nach dem 29:21 kurz vor Schluss stand die HSG gegen stehend k.o. wirkende Bittenfelder als klarer Sieger fest.

Völlig verdient, wie Kapitän Benjamin Schweda konstatierte. „Das war noch einmal ein super Spiel. Wir haben verdient gewonnen und waren eigentlich die komplette Spielzeit überlegen.“ Ein Sonderlob bekamen die jungen Spieler. „Beim Gegner war die Luft raus“, gab er zu. „Das soll unsere Leistung aber nicht schmälern.“ Sein Team geht mit einem sensationellen dritten Platz in die Pause. Damit habe man nicht rechnen können, meint Schweda. „Aber wir sind als Team und individuell im Verlauf der Saison besser geworden. Eine überragende Saison.“ (joa)

HSG Konstanz II: Ebert, Gemeinhardt, Herrmann (alle Tor); Mittendorf (1), Gottesmann, Mack, Löffler (4), Both (2), Merz (4), Lauber (2), Storz, Volz (7/1), Michelberger (5), Hadlich (4).