Hallenradsport: Die Frankenlandhalle in Ebersdorf bei Coburg bot optimale Bedingungen für die Aacher Kunst- und Einradsportler bei den Deutschen Schülermeisterschaften am Wochenende. Optimal lief es für den RMSV Aach. In sechs Disziplinen waren acht Mannschaften am Start und in allen Disziplinen stand auf dem obersten Treppchen der RMSV Aach. „Das gab es in noch nie, dass ein Verein alle Mannschaftsdisziplinen gewinnt,“ sagt die Aacher Cheftrainerin Katja Gaißer. „Insgeheim hatten wir mit mindestens zwei DM-Titeln gerechnet.“ In den kühnsten Träumen der Trainerin kamen sechs vor. Dieser Traum ist Wirklichkeit geworden. „Im Training kurz vor dem Start lief es teilweise gar nicht. Umso mehr sind alle an den beiden Tagen über sich hinausgewachsen und haben ihr Können zum richtigen Zeitpunkt abgerufen.“

Sechsmal Platz eins

Deutscher Meister wurden die Aacher im 4er Kunstrad offene Klasse, 4er Kunstrad, 6er Kunstrad, 4er Einrad offene Klasse, 6er Einrad und 4er Einrad. Die beiden zweiten Mannschaften belohnten sich mit Platz vier (4er Einrad offen) und acht (6er Einrad). Mit Platz fünf verbuchte Lena Streit (Orsingen) das bisher beste Ergebnis einer Sportlerin aus dem Radsportbezirk Hegau-Bodensee im 1er Kunstrad Schülerinnen.

Optimaler Auftakt für RMSV Aach

Der Auftakt begann für Aach optimal. Die beiden 4er Kunstradmannschaften hatten jeweils die höchste Schwierigkeit aufgestellt. In der offenen Klasse mussten Lilien Hengefeld, Jone Burow, Lena Andorinha und Rebecca Grote nur durchkommen. Und sie fuhren mit 142,74 Punkten eine perfekte Kür und zum DM-Titel Nummer 1. Danach ging es auf der anderen Fahrfläche für Leonie Willmann, Celina Kanz, Ilenia Savino und Janina Setzer um den Titel. Von einem Absteiger ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und brachten ihre Kür (102,08) durch: In zwölf Minuten der zweite DM-Titel für Aach.

Im letzten Kunstradblock am Samstag, beim 6er Kunstrad konnte die Konkurrenz wieder nur bedingt überzeugen. Leonie Willmann, Celina Kanz, Ilenia Savino, Yannick Gaißer, Jone Burow und Rebecca Grote fuhren mit ihren bisherigen drei DM-Titeln im Rücken (101,48) den vierten ein.

Wahnsinn, was Aach auf die Fläche zaubert

Im Nachmittagsblock sollte es im 4er Einrad der offene Klasse einen weiteren Titel geben. Die zweite Mannschaft mit Angelie Willmann, Ilenia Savino, Vanessa Szalkowski und Hamza Abo Hassoun zeigte bei ihrem DM-Debüt (61,85) ihren derzeitigen Leistungsstand. Damit setzten sie ich an die Spitze, bevor die drei Favoriten um die Medaillen kämpften. Vierter Rang, mehr war nicht drin. Worms (77,98) und Mörfelden (65,00) setzten sich an die Spitze, bevor Anika Meßmer, Lilien Hengefeld, Yannick Gaißer und Lena Andorinha dran waren. Mit 111,41 demonstrierten sie ihre Klasse und sicherten sich überlegen den DM-Titel und damit Gold Nummer 3 an dieser Schüler-DM. Wahnsinn, was an diesem ersten Tag von den Aacher Schülern auf die Fläche gezaubert wurde.

Am Sonntag geht der Goldregen weiter

Auch am Sonntag war der RMSV Aach nicht zu schlagen. Im 6er Einrad sollte es eng zugehen. Der RMSV II (Selina Kanz, Ilenia Savino, Janina Gaißer, Alina Winterhalder, Saskia Grote und Vanessa Szalkowski) war als Neunter im 12er-Feld gesetzt, erreichte 45,92 Punkte und landete beim DM-Debüt auf Platz acht. Leonie Willmann, Anika Meßmer, Angelie Willmann, Yannick Gaißer, Jone Burow und Rebecca Grote machten es spannend. Mit 92,94 gingen sie von der Fläche. Medaille sicher, aber welche? Der RRMSV Friedrichshafen reihte sich (84,17) auf Platz vier ein, Mörfelden auf drei. Großer Jubel über den Titel im 6er Einrad, der fünfte an dieser Schüler-DM.

Die Aacher Festspiele setzten sich fort. Das halbe Dutzend voll und damit den Sieg in allen sechs Mannschaftsdisziplinen perfekt machten Leonie Willmann, Celina Kanz, Rebecca Grote und Janina Setzer im 4er Einrad. 116,01 Punkte und damit Gold Nummer 6.

Optimal gelaufen für Lena Streit

In der mit 15 Mädchen umfassenden Konkurrenz im 1er Kunstrad der Schülerinnen startete Lena Streit (Orsingen) bei ihrem DM-Debüt in Block eins. Chancen auf eine Medaille hatte sie nicht. Sie spulte Übung für Übung gekonnt ab. 92,3 Punkte hatte sie eingereicht, mit 87,91 und zufriedenem Lächeln ging sie von der Fläche. Es ist optimal gelaufen, ich bin zufrieden.“ Bis die Favoritinnen an der Reihe waren, lag sie in Führung. Am Ende sprang der unerwartete fünfte Platz heraus. „Sie hat gezeigt, was sie kann,“ lobte eine strahlende Mutter und Trainerin Angelika Streit. „Mit Platz fünf konnten wir nicht rechnen.“ In überlegener Manier gewann Ceyda Altug (Friedrichshafen) erneut den DM-Titel (130,43). (ws)