Fußball-Landesliga: Drei Spieltage vor Saisonende hat sich Tabellenführer DJK Donaueschingen in eine erstklassige Situation gebracht. Die Allmendshofener gewannen auch am Wochenende, während sich die Mitkonkurrenten aus Villingen mit einem Zähler begnügen mussten. Donaueschingen benötigt aus den restlichen drei Partien noch fünf Punkte zum Titel.

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Geisingen gelang der DJK Donaueschingen im 29. Spiel der 19. Sieg. „Wir haben unser Leistungsvermögen abgerufen und nun alles selbst in der Hand“, sagt Trainer Tim Heine. Lob gab es von ihm auch für den Gegner, der seinen Beitrag zu einem sehr guten Spiel geleistet habe. Seine Elf habe sich schon in den ersten 45 Minuten viele gute Torchancen herausgespielt. Nachdem Torjäger Stephan Ohnmacht unter der Woche etwas krank war, verzichtete Heine auf einen Einsatz in der Startelf. Später kam Ohnmacht und benötigte drei Minuten, um zu treffen. Donaueschingen steht somit unmittelbar vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Heine warnt vor zu frühem Zurücklehnen: „Wir haben noch drei schwere Partien.“

Wieder viel Lob, wieder viel Anerkennung und doch wieder keine Punkte. Der SV Geisingen muss nach einem Jahr in der Landesliga wieder für die Bezirksliga planen. „Mich schmerzt nicht die Niederlage bei der DJK, sondern vielmehr die Partien zuvor gegen Walbertsweiler, Denkingen und Furtwangen, in denen wir unnötig die Punkte abgegeben haben. Donaueschingen ist die beste Elf der Liga und bietet Anschauungsunterricht, wie moderner Fußball aussieht“, sagt Geisingens Trainer Andreas Probst. Er war am Sonntag stolz, wie seine Akteure gespielt haben: „Wir haben Vollgas gegeben.“ Bei Geisingen stand der über 40-jährige Olaf Münch zwischen den Pfosten, nachdem sich Winterneuzugang Patrick Rominger schon wieder zurückgezogen hat. „Es gab nach dem Spiel gegen Denkingen einige Unstimmigkeiten. Darauf will ich aber nicht näher eingehen. Patrick hat sich abgemeldet“, so Probst.

Hier finden Sie den Spielbericht der Partie DJK Donaueschingen gegen SV Geisingen:

Zum dritten Mal in den vergangenen vier Partien spielte der FC 08 Villingen II 0:0. Die gute Defensive zeichnet die Villinger schon länger aus, der Schwachpunkt hingegen ist der eigene Angriff. „Uns fehlt in der Offensive die Qualität. Wir spielen in den ersten zwei Dritteln sehr gut, doch in der Spitze geht zu wenig. Wir haben nicht den Knipser wie die Konkurrenten. Die Erkenntnis ist aber nicht neu, so Trainer Marcel Yahyaijan. Auch deshalb habe der Verein bereits frühzeitig reagiert und für die neue Saison mit German (Bad Dürrheim) und Kaltenbach (Furtwangen) Offensivkräfte verpflichtet. Yahyaijan hat Platz eins noch nicht abgeschrieben: „Wir denken von Spiel zu Spiel. Sollten wir jetzt in Denkingen gewinnen, würde das den Druck auf Donaueschingen erhöhen.“

Die Mannschaft des FC Furtwangen zeigte einmal mehr, dass ihr Auftritte im Villinger Friedengrund liegen. In den vergangenen Jahren haben die Bregtäler oft beim Nachbarn gepunktet. „Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt. Nach dem von unserem Torhüter Christoph Wehrle gehaltenen Elfmeter haben wir fest an einen Zähler geglaubt“, sagt Spielertrainer Patrick Staudt. Es gab sogar gute Chancen, um mehr mitzunehmen. Zur Leistung von Steffen Holzapfel und Florian Kaltenbach, die in der kommenden Saison das Villinger Trikot tragen, meint Staudt. „Beide Spieler haben alles für den FC Furtwangen gegeben.“ Rechnerisch ist Furtwangen noch nicht gesichert. Am kommenden Wochenende ist die Elf spielfrei. „Wir nutzen die Verschnaufpause, um für das Saisonfinale die Sinne zu schärfen“, sagt Staudt.

Den Bericht und Videos vom Landesliga-Derby FC 08 Villingen – FC Furtwangn finden Sie hier:

Dem FC Bad Dürrheim gelang in Neustadt die Revanche für die 0:3-Heimniederlage in der Vorrunde. Auch wenn der 2:1-Erfolg etwas glücklich ausfiel, so war er doch ein Produkt des großen Willens. „Die Jungs haben immer an sich geglaubt. Es wird immer deutlicher, dass wir zu einer Einheit zusammenwachsen“, resümiert Trainer Enrique Blanco, der nur mit 14 Spielern anreiste. Darunter Christoph Raithel, Trainer der zweiten Mannschaft und Torhüter Konstantin Leichtle, der als Feldspieler vorgesehen war, aber nicht zum Einsatz kam. Für die Dürrheimer steht bereits am Donnerstag das Heimspiel gegen Löffingen an, da am Wochenende ein Spieler Hochzeit zu feiern.

Als bitter bezeichnet Florian Heitzmann, Trainer des FC Neustadt, die Niederlage. „Wir haben 80 Minuten ein gutes Spiel abgeliefert. Aber wenn du deine Chancen nicht nutzt, kannst du auch in der Nachspielzeit verlieren. Bis auf die Chancenverwertung gibt es nichts auszusetzen und keine Vorwürfe“, so Heitzmann. Zweimal traf seine Elf Aluminium und vergab erstklassige Möglichkeiten. Geärgert hat sich Heitzmann hingegen über das schnelle 0:1 nach wenigen Sekunden. „Da waren wir etwas schläfrig.“ Neustadt fehlt rechnerisch noch ein Punkt zum sicheren Klassenerhalt.

Den Bericht und Videos vom Spiel FC Bad Dürrheim gegen FC Neustadt finden Sie hier:

Mit dem 3:1-Erfolg gegen Denkingen holte der FC Löffingen die Saisonpunkte 44 bis 46. „Unsere ersten 20 bis 25 Minuten haben mir sehr gut gefallen. Wir haben dominiert, mit viel Tempo gespielt und ein super Zweikampfverhalten gezeigt“, schwärmt Trainer Uli Bärmann und ergänzt: „Wir wollten unseren Fans ein geiles Spiel zeigen und haben es geschafft.“ Bärmann monierte nur die Chancenverwertung, weshalb die Partie lange offen blieb. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer der Gäste verhinderte Schlussmann Dominik Osek mit zwei guten Paraden, dass das Spiel noch einmal spannend wurde.

Den Bericht vom Löffinger Heimsieg finden Sie hier: