Fußball-Landesliga: FV Walbertsweiler-Rengetsweiler – DJK Donaueschingen (Sonntag, 15 Uhr). – Zwar kann sich der FV, ähnlich wie der FC Singen 04, der FC Furtwangen oder der FC Schonach über den Klassenerhalt noch nicht ganz sicher sein, doch beim Gastspiel des Tabellenführers in Walbertsweiler bekommt FV-Spielertrainer Sebastian Bach kein Nervenflattern.

Stefan Bach: „Einen gewissen Druck spüren wir schon“

„Einen gewissen Druck spüren wir schon. Aber ich glaube, wir haben ein gutes Polster. Im Endeffekt können wir am Wochenende nur gewinnen. Keiner rechnet mit uns gegen Donaueschingen. Wenn wir gegen die punkten sollten, sind das Punkte, mit denen wir nicht geplant haben. Die anderen beiden Spiele sind Duelle, in denen wir auf jeden Fall was holen müssen, um die Klasse sicher zu halten“, beurteilt der Trainer das Restprogramm seines Teams.

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Nach dem Match gegen den Titelanwärter stehen Spiele gegen den FC Singen 04 und den SC Markdorf an. Beide Vereine stehen hinter dem FV in der Tabelle und dürften daher eher lösbare Aufgaben darstellen. Zudem hat er die Tabelle im Blick und stellt fest: „Hilzingen müsste jedes Spiel gewinnen, um in der Klasse zu bleiben. Dort ist der Druck sicherlich um einiges höher als bei uns. Man darf auch nicht vergessen, dass eine Reihe Konkurrenten auch noch Punkte brauchen, um auf der sicheren Seite zu sein.“

„Wir müssen mutig sein“

Doch das heißt noch lange nicht, dass Bach die Punkte dem möglichen Meister freiwillig überlässt. Seine Analyse hat ergeben: „Schwächen hat jede Mannschaft, wobei die Schwächen bei Donaueschingen relativ selten sind. Wir haben aber einen Plan und versuchen, den auch umzusetzen. Donaueschingen wird bei uns voll auf Sieg spielen und versuchen, eine Vorentscheidung im Titelkampf zu schaffen. Das ermöglicht uns die eine oder andere Möglichkeit. Wir müssen mutig sein, unsere Tugenden an den Tag legen und dazu noch einen Sahnetag plus das Quäntchen Glück haben. Aber das traue ich meiner Mannschaft auch zu.“

Noch zwei Möglichkeiten, Punkte zu sammeln

Und wenn es dann eben doch nicht reichen sollte für das Bach-Team, gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Und der FV behält natürlich auch im Auge, ob die Hilzinger Aufholjagd Fahrt aufnimmt. Von den letzten drei Spielen hat der Drittletzte keines verloren, zuletzt in Dettingen sogar einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Doch weder das beachtliche 2:2 noch das 0:0 beim FC Singen 04 brachten ausreichend Punkte, um Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze herzustellen. Beim FC Hilzingen hofft man daher zum einen auf einen furiosen Endspurt und Schwächen bei der Konkurrenz, aber auch auf den Tabellenzweiten, der sich in der Aufstiegsrunde nicht nur in die Verbandsliga spielen könnte, sondern damit zugleich den Drittletzten in der Landesliga hält.

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Die weiteren Spiele in der Landesliga

  • VfR Stockach – SC Markdorf (heute, 19 Uhr). – Die Würfel sind gefallen – der VfR ist jenseits von Gut und Böse, der SC Markdorf plant schon für die Bezirksligasaison. Beide Teams können entspannt aufspielen.
  • SV Geisingen – FC Singen 04 (Sonntag, 15 Uhr). – Fünf der zurückliegenden sechs Spiele hat der FC Singen 04 verloren und dabei lediglich vier Tore erzielt. In der Rückrunde holten die Hegauer bescheidene sieben Punkte, sodass es jetzt doch noch eng werden könnte in Sachen Klassenerhalt. Ein Sieg sorgt für Sicherheit und beruhigt auch die angespannte Lage.
  • SpVgg F.A.L. – SG Dettingen-Dingelsdorf (Sonntag, 15 Uhr). – In Frickingen treffen zwei Mannschaften aufeinander, bei denen es zuletzt gut gelaufen ist, die aber unter keinem Druck mehr stehen. Vielleicht die Grundlage für ein munteres und abwechslungsreiches Match.
  • FC Hilzingen – FC Schonach (Sonntag, 15 Uhr). – Drei Chancen hat der FC Hilzingen noch, um den Rückstand von fünf Punkten zum rettenden Ufer aufzuholen. Rechnerisch ist das noch möglich. Doch dazu müssen zwingend Siege her – egal, wie der Gegner heißt. Bei einer Niederlage wäre bei einem zeitgleichen Remis des FC Singen der Sprung auf Rang 14 ausgeschlossen, es bliebe nur noch die Hoffnung auf den Aufstieg des Vizemeisters.
  • FC Überlingen – FC Neustadt (Sonntag, 15 Uhr). – Mit seinem Sieg in Schonach ist der FC Überlingen nun auch rein rechnerisch gesichert und kann daher ohne Druck in den Saisonendspurt gehen. Mit einem weiteren Erfolg im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Neustadt wäre nun sogar ein einstelliger Tabellenplatz in der Abschlussbilanz gesichert.
  • SV Denkingen – FC 08 Villingen II (Sonntag, 15 Uhr). – Am Samstag steht die Oberligaelf der Villinger im Pokalfinale in Pfullendorf, einen Tag später hat auch die „Zweite“ des FC 08 ein Match mit Endspielcharakter im oberen Linzgau. Bei einer Niederlage wäre die DJK wohl enteilt, der SV Denkingen hingegen nur noch zwei Punkte hinter Villingen. Aber mit solch einem Szenario beschäftigt sich der SVD nicht, dafür umso mehr damit, die Spitzenteams zu ärgern. (jr)