Fußball-Landesliga: Mit einem 4:0-Heimsieg gegen die Spvgg. F.A.L. hat sich die DJK Donaueschingen in der Tabelle von der Konkurrenz etwas abgesetzt. Fünf Spiele vor Ende der Saison sind es drei Punkte auf den FC 08 Villingen II, der zudem ein Spiel mehr absolviert hat, und fünf Zähler auf Denkingen mit der gleichen Spielanzahl. Die Allmendshofener sind spätestes seit dem Wochenende der Top-Favorit auf die Meisterschaft. „Wir nehmen die Favoritenrolle an. Alles andere wäre unglaubwürdig. Wir wollen natürlich Platz eins ins Ziel bringen“, sagt DJK-Trainer Tim Heine. Noch aber sei es zu früh, um vorzeitige Gratulationen anzunehmen. Heine: „Alle kommenden Kontrahenten werden gegen uns alles geben, um uns zu Fall zu bringen. Darauf sind wir eingestellt.“ Für die letzten fünf Spiele macht Heine folgende Rechnung auf. „Noch zehn Punkte von 15 sollten reichen.“ Die Euphorie in Allmendshofen ist schon jetzt groß, wie die gewohnt guten Zuschauerzahlen unterstreichen. „Die Mannschaft kommt damit aktuell klar. Wir haben Selbstvertrauen, fühlen uns aber keinesfalls sicher. Wir wissen, dass wir noch fünfmal sehr konzentriert auftreten müssen“, ergänzt Heine. Gegen F.A.L. tat dies seine Elf mit Ausnahme von 20 Minuten in Halbzeit zwei. Heine lässt indes Milde walten. „90 Minuten einen derart starken Gegner zu kontrollieren, ist nahezu unmöglich.“

Berichte und Videos vom Donaueschinger Sieg:

Torflaute bei Nullachtern

Zum zweiten Mal in Folge blieb der FC 08 Villingen II ohne eigenen Treffer. „Es ist kein Zufall, dass wir mit Fabio Chiurazzi nur einen Spieler haben, der zehn Tore erzielt hat. Wir sind offensiv nicht so stark, wie wir sein sollten. Das kommt für mich aber nicht ganz überraschend. Wenn du in neun Spielen keine Tore schießt, ist das kein Zufall“, sagt Trainer Marcel Yahyaijan und leitet daraus eine Konsequenz ab. „Ich werde diese Woche mit der Mannschaft wieder mittrainieren. Dann könnte ich am Samstag in Walbertsweiler auch selbst wieder mitspielen.“ Yahyaijan meint die Aussage durchaus ernst, denn die Elf läuft Gefahr, den zweiten Platz zu verlieren. Beim 0:0 gegen Geisingen am Samstag hatte der FC 08-Trainer vor dem abstiegsbedrohten Gegner gewarnt, fand aber nicht bei allen Spielern Gehör. „So ein Ergebnis ist bitter, für den Lernprozess der Spieler aber wertvoll“, ergänzt der Coach. Er glaube indes fest daran, dass seine Elf die Qualität hat, die letzten vier Partien zu gewinnen.

Geisingen tritt auf der Stelle

Ein Punkt in Bad Dürrheim, ein Zähler in Villingen: Gegen die Top-Teams der Liga punktet der SV Geisingen und dennoch kommt die Elf nicht vom vorletzten Tabellenplatz weg. „Die Ergebnisse unterstreichen, dass wir durchaus Potenzial in der Mannschaft haben. Villingen war für mich die mit Abstand beste Elf, gegen die ich bisher gespielt habe. Umso höher ist der Zähler einzuschätzen“, sagt Geisingens Trainer Andreas Probst. Nur: „Das ständige Lob für unsere Spielweise ist zwar schön, bringt uns aber auch keine Zähler. Wir hätten von den vergangenen fünf, sechs Partien mindestens drei gewinnen müssen.“ Dass es nicht so kam, liegt an der Harmlosigkeit beim Torabschluss. Geisingen ist aktuell 426 Minuten und damit über viereinhalb Spiele ohne eigenen Treffer. In Villingen war das Drama erneut deutlich zu sehen, zum Beispiel, als einmal Bernard Suker allein vor dem leeren Tor stand, die Kugel aber nicht im Netz versenkte. Da kann sich auch Probst am Spielfeldrand nur die Haare raufen. Ganz gut passt den Geisingern, dass sie am kommenden Wochenende spielfrei sind. Probst hofft auf die Rückkehr verletzter Akteure und darauf, dass seine Spieler ein paar Tage die Köpfe frei bekommen.

Bericht und Videos von der Nullnummer zwischen Villingen und Geisingen finden Sie hier:

Trainer Blanco zufrieden

Auch wenn dem FC Bad Dürrheim bei der SG Dettingen-Dingelsdorf der mögliche Siegtreffer nicht mehr gelang, will Trainer Enrique Blanco das 2:2 nicht als den Verlust von zwei Punkten werten. „Chancen zum Sieg waren da, doch Pfosten, Latte und ein guter Torhüter haben den dritten Treffer verhindert. Für mich war das ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Auch spielerisch war die Leistung zufriedenstellend“, so Blanco. Personell sah es bei den Kurstädtern diesmal nicht so rosig aus. Neben zwei Torhütern hatten nur 13 Feldspieler die Reise mitgemacht, sodass es auch nicht möglich war, von der Bank frische Kräfte zu bringen. Trotz der acht Punkte Rückstand auf Rang zwei geben die Kurstädter nicht auf. „Wir müssen im ersten Jahr nicht aufsteigen, aber wir wollen alles dafür tun, damit es an der Spitze spannend bleibt. Wir wollen uns entwickeln, damit wir in der kommenden Runde die Früchte ernten“, so Blanco.

Berichte von der Partie Dettingen-Dingelsdorf gegen Bad Dürrheim:

Torhungrige Löffinger

In Top-Form präsentiert sich aktuell der FC Löffingen. Aus den vergangenen drei Partien holte die Elf von Trainer Uli Bärmann nicht nur neun Punkte, sondern auch ein beeindruckendes Torverhältnis von 17:1. Da passte der 7:0-Heimerfolg gegen Furtwangen in den Trend. „Die Chancenverwertung war sehr gut. Wir haben es zudem verstanden, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Das war ordentlich“, so Bärmann. Torjäger Benjamin Gaudig brauchte in Halbzeit eins für einen Hattrick nur zwölf Minuten. „Für Benni freut es mich sehr. Der Junge arbeitet immer sehr engagiert“, so Bärmann. Im Tor der Löffinger stand diesmal Raphael Albert, nachdem Dominik Osek noch immer nicht ganz fit war und auch aus privaten Gründen um eine Nichtberücksichtigung gebeten hatte. Geht es nach Bärmann, kann die Erfolgsserie so weiter gehen, zumal am Wochenende das stets brisante Derby in Neustadt ansteht.

Furtwangen blamiert sich

Für die kapitale 0:7-Pleite in Löffingen fand Jörg Ringwald, Trainer des FC Furtwangen, klare Worte: „Das war ein kollektiver Totalausfall. Gefühlt standen wir nur mit der halben Mannschaft auf dem Platz.“ Dabei las sich die Anfangsformation der Bregtäler wie in besten Zeiten. Doch schnell ging es mit den ersten Gegentreffern bergab. „Unsere Fehler und Fehlerketten waren drastisch. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal solch ein Spiel abgeliefert haben. Es war einfach nur noch peinlich, und wir müssen uns bei den mitgereisten Anhängern dafür entschuldigen“, ergänzt Ringwald. Er und sein Trainerkollege Patrick Staudt hätten nun einiges auszuwerten, denn nach so einer Pleite könne man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ringwald: „Du kannst in Löffingen verlieren, vor allem, nachdem der Gegner zuletzt sehr stark aufgetreten ist. So aber geht es nicht.“

Den Bericht vom Löffinger Kantersieg gegen Furtwangen finden Sie hier: