Fußball-Landesliga: Bereits am vergangenen Donnerstag eroberte der FC 08 Villingen II mit dem 3:2-Sieg in Hilzingen die Tabellenspitze, zum zweiten Mal nach dem ersten Spieltag. Am Wochenende verteidigten die Villinger Platz eins.

Kaum ein Spieler erreicht Normalform

Die DJK Donaueschingen verpasste es durch die 1:4-Niederlage in Bad Dürrheim, sich die Tabellenführung zurückzuholen. Nur 44 Stunden nach dem Pokal-Halbfinale gegen Rielasingen-Arlen (0:3) war die Leistung der Baaremer eher enttäuschend. "Zu viele Spieler haben nicht ihre Normalform erreicht, was ich fast befürchtet hatte. Physisch und psychisch waren wir viel zu weit von dem entfernt, was wir sonst auf den Platz bringen. Wir haben zu einfache Gegentreffer kassiert, weil wir schlecht zu den Gegenspielern standen. In der Partie wurde schnell deutlich, dass die Akkus leer waren", bilanziert Trainer Tim Heine. Für ihn bleibt noch ein kleiner Nachgeschmack. "Es ist jetzt noch schade, dass Bad Dürrheim im vergangenen November einer Spielverlegung auf den Ostermontag nicht zugestimmt hat, da an diesem Tag viele Spieler fehlen. Sie hatten am Montag in Walberstweiler dennoch alle Spieler an Bord, wobei wir auch am Montag in Bad Dürrheim womöglich verloren hätten, weil unsere Leistung schlecht war."

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Sechs Punkte holte der FC Bad Dürrheim über Ostern. Dem 4:1-Erfolg gegen die DJK ließen die Kurstädter in Walbertsweiler einen 3:2-Sieg folgen. "Nicht nur die Ergebnisse stimmen, auch die spielerische Leistung war ansprechend", freut sich Trainer Enrique Blanco. Seine Elf habe gegen Donaueschingen "die Tore überragend herausgespielt" und den Gegner laufen lassen. In Walbertsweiler habe die Mannschaft gezeigt, dass sie gefestigt ist. "Wir mussten drei Spiele binnen sechs Tagen absolvieren. Auch wenn zum Schluss etwas die Kraft nachließ, war der Wille da, auch dieses dritte Spiel für uns zu entscheiden. Das hat mir sehr gut gefallen", fügt Blanco an. Er brachte in der Schlussphase mit Daniel Bruch einen A-Jugendspieler, der den entscheidenden Freistoß herausholte, der zum 3:2-Siegtreffer führte. Bad Dürrheim hat gezeigt, dass die Elf noch einmal oben angreifen will. Blanco: "Die Chance auf Rang zwei ist da, auch wenn sie minimal ist."

Viele Chancen bleiben ungenutzt

Keine Punkte brachte der FC Löffingen vom Gastspiel bei der SG Dettingen-Dingelsdorf mit. "Beide Trainer waren sich einig, dass sie eher ein typisches 0:0 Spiel gesehen hatten. Umso bitterer ist unsere 1:2-Niederlage. Wir bringen uns zu oft selbst um den möglichen Erfolg, weil wir unsere Möglichkeiten nicht nutzen", resümiert Löffingens Trainer Uli Bärmann. Bei elf Punkten Vorsprung auf den drittletzten Platz mahnt der Coach seine Akteure, sich nicht zu sicher zu fühlen. "Wir sind gut beraten, auch für unsere Fans noch einige Erfolge nachzulegen. Außerdem möchte ich im guten einstelligen Tabellenbereich die Saison abschließen."

Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz

Mit dem jüngsten 3:1-Erfolg gegen den FC Singen steht der FC Neustadt nun bei jeweils acht Siegen, Unentschieden und Niederlagen. Damit sollte der Verbandsliga-Absteiger endgültig die Gefahr gebannt haben, in die Bezirksliga durchgereicht zu werden. "Wir sind stabiler geworden. Auch Niederlagen wie in Donaueschingen und Villingen werfen uns nicht mehr so schnell um", hat Spielertrainer Florian Heitzmann registriert. Ihn freut zudem, dass gegen Singen drei verschiedene Spieler trafen, was die Elf schwerer ausrechenbar mache. "Wir sind jetzt gut beraten, immer nur auf den nächsten Gegner zu schauen. Wir sind auf einem guten Weg, doch wir müssen weiterhin nachlegen", fordert Heitzmann. Ein einstelliger Tabellenplatz soll für Neustadt in jedem Fall noch herausspringen.

Fischinger mit Platzverweis für Markus Dold nicht einverstanden

Mit drei Punkten aus zwei Partien hat der FC Schonach sein Minimalziel erreicht. Dem 4:2-Erfolg gegen Markdorf folgte eine 0:1-Niederlage in Denkingen. "Der Sieg gegen Markdorf war hochverdient. Nur nach dem 1:2 haben wir kurzzeitig etwas gewackelt. In Denkingen war unser einziges Manko, dass wir die Chancen nicht genutzt zu haben. Ich bin nach den zwei Spielen durchgehend positiv gestimmt", bilanziert Trainer Alex Fischinger, der in Denkingen ein neues System spielen ließ. "Wir haben zuletzt zu viele Gegentreffer kassiert. Daher haben wir die Umstellung vorgenommen und es hat gepasst", freut sich der Trainer. Alles andere als erfreut war Fischinger über den Platzverweis für Markus Dold in letzter Sekunde. "Wir stehen in der Fairplay-Wertung auf Rang eins und Markus ist der ruhigste Spieler bei uns. Nur weil er den Schiedsrichter auf ein Handspiel hinweist, muss er gehen. Da stimmen die Relationen nicht", erregt sich Fischinger. Es selbst habe in der Partie viel reklamiert, vor allem, als das aus seiner Sicht klare Handspiel auf der Torlinie nicht gepfiffen wurde, was Schonach die Möglichkeit auf den Ausgleich raubte.

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Ein Elfmeterpfiff für den Gegner erregte auch Jörg Ringwald, Spielertrainer des FC Furtwangen, bei der 0:2-Niederlage in Stockach. "Der Pfiff war unberechtigt, doch wir haben nicht nur deshalb verloren. Wir sind selbst Schuld, denn wir lassen fünf bis sechs erstklassige Chancen ungenutzt. Da müssen wir uns gewaltig steigern", resümiert Jörg Ringwald. Wieder einmal schlug das Verletzungspech zu. Schon nach einer halben Stunde musste Steffen Holzapfel vom Platz und nach einer Stunde auch noch Jan Meier. Ringwald: "Die Ausfälle lassen sich schwer kompensieren. Ich hoffe, beide fallen nicht wieder lange aus." Mit Mikail Moreale und Luca Uhlmann kamen zwei ganz junge Spieler zum Einsatz.

Zwei Punkte im Kampf um Klassenerhalt zu wenig

Zwei Spiele, zwei Punkte: Was auf den ersten Blick ordentlich klingt, ist für den SV Geisingen im Kampf gegen den Abstieg eher zu wenig. Dabei durften das 2:2 in Bad Dürrheim am Mittwoch und das 0:0 gegen Walbertsweiler am Samstag nicht unbedingt erwartet werden. Auch Geisingens Coach Andreas Probst stimmt in das Lied seiner Trainerkollegen ein. "Unsere schwache Chancenverwertung kostete und einmal mehr Punkte. Vier Zähler waren in den beiden Partien drin." Zehn Punkte Rückstand auf den viertletzten Platz sind für Geisingen bei nur noch sieben Spielen eine gewaltige Hypothek. Probst: "Unser Ziel muss der drittletzte Platz sein. Der reicht, wenn zwei Teams in der Staffel den Aufstieg schaffen." Schon beim Aufwärmen verletzte sich am Samstag Marius Moser. Nach 17 Minuten war auch für Fabian Federle Schluss. "Es kommt vieles zusammen. Gefallen haben mir indes Einstellung und Leistung. Würden wir immer so spielen, wäre viel mehr möglich", analysiert Probst.