Fußball: Die erste Saison nach dem Abstieg aus der Landesliga schloss die DJK Villingen mit über 30 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze, aber nur sieben Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ab. Nach dem gewaltigen personellen Umbruch im vergangenen Sommer geht die Elf diesmal mit weniger personellen Veränderungen in die zweite Saison im Bezirksoberhaus. Noah Nocht (Obereschach) und Lukas Hug (FC Löffingen) haben den Verein verlassen. Jan Sakschewski (Obereschach) und viele junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kamen hinzu. Neu ist zudem der Trainer in einer für die Liga einmaligen Konstellation. Dominik Beha ist gleichzeitig Fußball-Abteilungsleiter bei der DJK. „Ich bin kein Alleinunterhalter und habe in allen Bereichen starke Mitarbeiter. So lässt sich die Doppelfunktion schultern“, sagt Beha.

Der neue Coach geht mit klaren Vorstellungen in die neue Saison. „Wir wollen jegliche Zittereinlagen vermeiden, stabiler werden und uns tabellarisch verbessern. Eine einstellige Platzierung in den ersten zwei Dritteln der Tabelle sollte für uns machbar sein.“ Erreichen will Beha dieses Ziel mit „Spaß und Kameradschaft“. Die Mannschaft wolle einen erfrischenden Fußball zeigen, der sich die Begeisterung der Spieler auch auf die Zuschauer übertragen soll. Beha: „Mutig spielen und an die eigenen Stärken zu glauben sollte wieder eine Tugend der DJK werden.“ Er habe in eineinhalb Wochen der Vorbereitung bereits eine gute Mentalität innerhalb der Mannschaft ausgemacht.

Von einem Angriff auf die Tabellenspitze spricht der neue Trainer nicht. Er sieht fünf bis sechs Teams, darunter Marbach, Tennenbronn, Pfaffenweiler und Hochemmingen, noch einen Schritt voraus. „Das heißt aber nicht, dass wir in den Partien die Punkte freiwillig abschenken. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, was sicherlich nicht machbar ist, aber versuchen sollten wir es.“ Zu mittel- und langfristigen Zielen äußert sich Beha, zumindest öffentlich, nicht. „Es dürfen aber alle sicher sein, dass es diese gibt“, so Beha.

Der junge Trainer will vielen jungen und nachrückenden Akteuren eine Chance geben. Dabei ist er gern bereit, sich auch die Eindrücke der Assistenztrainer anzuhören. „Auch hier bin ich kein Alleinunterhalter“, unterstreicht der Coach. Für die drei aktiven Mannschaften der DJK stehen vier Übungsleiter zur Verfügung. In der Vorbereitung ist eine sichere und stabilere Abwehr ein gewichtiges Thema. In der vergangenen Runde schlug es in 30 Spielen 69 Mal im eigenen Kasten ein. Diese Menge müsse deutlich reduziert werden. „Zehn bis 20 Gegentreffer weniger bedeuten auch neun bis zwölf Punkte mehr. Wir werden uns nicht verbarrikadieren, aber sicherer stehen müssen wir.“ Das Ausdauertraining, mit einer guten Fitness aller Akteure, sowie die Ballarbeit mit Balleroberung und schneller Weiterleitung sind weitere Schwerpunkte. „Die ersten Tage sind gut abgelaufen. Wir kommen gut voran“, zieht Beha ein kleines Zwischenfazit.

Die nächsten Testsiele der DJK: 27. Juli beim FC Furtwangen, 28. Juli beim FC Weigheim, 3. August gegen DJK Karlsruhe Ost, 3. August gegen den FC 08 Villingen II, 7. August beim BSV Schwenningen.