Fußball-Bezirksliga: Der erste Spieltag nach der Winterpause verlief für die Topteams aus dem Bezirksoberhaus nicht gerade nach Wunsch. Das Spitzenduo FC Gutmadingen und FV Marbach musste sich mit einem Zähler begnügen. Der FC Königsfeld ging sogar völlig leer aus und musste Platz drei an den FV Tennenbronn abgeben.

Trainer Italiano überrascht

Hoch zufrieden war Trainer Carmine Italiano, Trainer des FV Tennenbronn, nach dem 2:0-Heimerfolg seiner Elf gegen den FC Pfaffenweiler: „Es war ein verdienter Sieg. Wir waren präsenter und zudem läuferisch und kämpferisch einen Tick besser“, meinte Italiano. Vor der Partie hielt sich die Zuversicht beim Tennenbronner Coach noch in Grenzen. „Die Vorbereitung war bei uns durch kranke und verletzte Spieler nicht einfach.“ Umso überraschter war Italiano nach der Vorstellung seines Teams. Obwohl die Tennenbronner den Rückstand das Spitzenduos verkürzen konnten, sieht der Trainer sein Team weiterhin nicht als Titelkandidat.

Janik Lees wird untersucht

„Glücklich“ war Alexander Lees, der Spielausschussvorsitzende des SV Obereschach, nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen FC Königsfeld. „Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist dadurch ein bisschen beruhigender und die Mannschaft hat Selbstvertrauen getankt“, so Lees. Zur Startelf gehörte auch der neue Trainer Michael Schnee. „Bei seiner Verpflichtung war das eigentlich nicht vorgesehen. Drei, vier verletzte und ein gesperrter Spieler führten jedoch dazu, dass Michael auf dem Feld aushalf“, so Lees. Ein Wermutstropfen auf den Obereschacher Erfolg war die Verletzung von Janik Lees. Ohne Fremdeinwirkung verletzte er sich am Knie und musste mit großen Schmerzen vom Spielfeld gebracht werden. Am Mittwoch soll eine Kernspintomographie Aufschluss geben, wie schwer die Verletzung ist.

Klausmann klagt über Chancenverwertung

Der Trainer des FC Königsfeld, Jörg Klausmann, war auch einen Tag nach dem Spiel noch enttäuscht: „Wir waren in der zweiten Halbzeit deutlich besser, nutzten aber vier hundertprozentige Chancen nicht. Zudem hat der gegnerische Torhüter zweimal klasse gehalten. Der Obereschacher Treffer hat den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt." Für Klausmann zieht sich die mangelnde Chancenverwertung bei seiner Elf „wie ein roter Faden durch die Saison“.

Trainer Müller mit besonderer Maßnahme

Uwe Müller, der Trainer des FC Bräunlingen, war beim Auswärtsspiel seiner Elf gegen den FC Weilersbach mit den ersten 60 Minuten ganz und gar nicht zufrieden. „Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen. Deshalb musste ich reagieren“, so Müller. Der Trainer griff zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Um seine Mannschaft wachzurütteln, wechselte er in der 59. Minute auf einen Schlag vier neue Spieler ein. Müller: „So etwas hab ich in meiner langen Zeit als Trainer noch nie gemacht.“ Der Vierfach-Wechsel zahlte sich aus. Bräunlingen machte im Aufsteigerduell aus einem 1:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg.

Nichts gebrochen bei Torhüter Noack

Für eine Überraschung sorgte der FC Fischbach durch das 1:1-Unentschieden beim Tabellenzweiten FV Marbach. Fischbachs Trainer Günter Hirsch sprach von einer „super Leistung meiner Mannschaft“. Im Duell gegen den Titelkandidaten war für Hirsch „kein Klassenunterschied zu sehen“. Die Fischbacher mussten allerdings auch einen Schock verkraften. Torhüter Nico Noack prallte Mitte der ersten Hälfte mit einem Mitspieler zusammen und musste kurze Zeit später ausgewechselt werden. „Glücklicherweise ist nichts gebrochen. Nico hat eine leichte Gehirnerschütterung und eine Nasen- und Jochbein-Prellung“, sagte Hirsch am Montag erleichtert.

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Naive Defensive in der Schlussphase

Gut gespielt und doch verloren – so in etwa lautete das Fazit bei der SG Riedböhringen/Fützen nach der 0:2-Heimniederlage gegen die DJK Donaueschingen II. Die Gäste erzielten beide Treffer in der Schlussphase der Partie. „Wir waren in den letzten Minuten defensiv zu naiv. Das wurde bestraft“, sagte SG-Trainer Siegfried Andräß nach der bitteren Niederlage. Dennoch nimmt Andräß auch Positives aus dem ersten Punktspiel nach der Winterpause mit: „Die Leistung war kämpferisch und läuferisch deutlich besser als in den letzten Spielen vor der Winterpause. Vorwerfen kann ich meiner Mannschaft nur die Chancenverwertung und die fehlende Konzentration in den letzten Minuten“.

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