Fußball: In den vergangenen zwei Jahren kannte der SV Aasen nur eine Richtung: Die nach oben. Mit dem Durchmarsch von der Kreisliga B in die Bezirksliga gelang dem Verein ein großartiger Erfolg. „Es wird nicht so weitergehen“, warnt Trainer Axel Schweizer. In der ersten Saison im Bezirksoberhaus könne es daher nur ein Ziel geben: Klassenerhalt. „Und der wird schwer genug. Wir müssen uns in allen Bereichen steigern“, ergänzt Schweizer.

Aasen hat in den vergangenen zwei Spielzeiten mit einer guten Defensivarbeit überzeugt. Daran muss die Elf anknüpfen, um die nötigen Punkte zu sammeln. Personell hat Schweizer viele Möglichkeiten. „Wir haben jede Position doppelt besetzt. Zudem traue ich einigen aus der Jugend gekommenen Spielern zu, sich auf Anhieb in der ersten Elf zu etablieren. Die jüngsten Eindrücke stimmen mich zuversichtlich“, betont Schweizer. Mit Joel Heidelbach, Florian Mäder, Andreas Heer, Jens Erdmenger, Florian Wiehl, Fabian Wiehl, Thomas Stiglmeier, Phlippp Maus und Jeremias Glomsda wurden gleich neun Jugendspieler in den Kader aufgenommen. „Allein das zeigt, welch gute Arbeit in der SG Ostbaar im Nachwuchs geleistet wird“, fügt Schweizer an. Ebenfalls einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ bisher der einzige externe Neuzugang Amar Dawe, der aus Sachsen (Bautzen) nach Aasen wechselte. Somit stehen 20 Feldspieler und zwei Torhüter im Kader.

Schweizer arbeitet mit seinen Spielern zunächst an der Fitness und einem höheren Spieltempo. „In der Geschwindigkeit haben uns die Konkurrenten sicherlich einiges voraus. Dass unsere Spieler bisher noch nicht in der Bezirksliga gespielt haben, muss hingegen, kein Nachteil sein. Mit einem intelligenten Spiel lässt sich das ausgleichen“, betont der Trainer. Dennoch sei zu erwarten, „dass wir wohl mehr Spiele als in den vergangenen Jahren verlieren werden, was die meisten Spieler noch nicht kennen“. Schweizer wünscht sich daher Ruhe im Umfeld, sollten die Ergebnisse zunächst nicht den Wünschen der traditionell großen Fanschar in Aasen entsprechen. Ein guter Start wäre wünschenswert, um die angesprochene Ruhe zu haben und Selbstvertrauen zu tanken. Aasen eröffnet die Saison am Freitag, 23. August, mit einer Heimpartie gegen Vorjahres-Aufsteiger FC Bräunlingen

Aasen hat im Vergleich zu einigen Ligakonkurrenten beste Bedingungen mit drei Rasenplätzen am eigenen Sportgelände. Viel wurde in den vergangenen Jahren in die Infrastruktur investiert. Nun folgte der sportliche Erfolg. Erstaunlich ist daher, dass die Elf zuletzt auswärts mehr Punkte holte als auf eigenem Platz. „Das ist ebenfalls ein Punkt, den ich in der Vorbereitung angesprochen habe. Wir müssen wieder mehr Heimstärke aufbauen“, fügt der Trainer an. Er hat sich auch Gedanken gemacht, neben dem zuletzt praktizierten 4-3-3-Spielsystem andere Varianten einzustudieren, um schwerer ausrechenbar zu werden. Deshalb könnten in der Vorbereitung auch einige Akteure auf zunächst eher ungewohnten Positionen zum Einsatz kommen. Bei der zuletzt praktizierten Raumdeckung sieht der Trainer ebenfalls noch Verbesserungspotenzial.

Die nächsten Testspiele des SV Aasen: bei der Spvgg. Stetten-Lackendorf (20. Juli), gegen den SV Tuningen (28. Juli), gegen den FC Frittlingen (3. August) und beim Wutachtalcup in Ewattingen (10. August).