Fußball-Bezirksliga: Der FV Marbach geht als einer der Mitfavoriten für die Meisterschaft in seine dritte Saison im Bezirksoberhaus. Dass die Elf in den Aufstiegsspielen zur Landesliga scheiterte, ist inzwischen abgehakt. Der Blick geht nach vorne. Mit Stefan Henseleit (Pfaffenweiler) gab es einen gewichtigen Abgang. Für ihn wurde mit Gerd Müller (FC Fischbach) ein Angreifer geholt. Aus der zweiten Mannschaft, respektive dem eigenen Nachwuchs, rückten Alexander Stock und Maurice Petschovsky auf. Trainer Michael Henseleit kann auf eine weitgehend eingespielte Mannschaft bauen.

„In der vergangenen Saison hatten wir den Vorteil, an den ersten acht, neun Spieltagen befreit Punkte zu sammeln. Diesmal werden wir uns nicht still und heimlich heranschleichen können. Hinzu kommt, dass wir durch die Aufstiegsspiele eine kürzere Pause hatten. Die Anlaufschwierigkeiten der vergangenen Vizemeister haben gezeigt, dass wir diesen Aspekt nicht unterschätzen dürfen“, betont Henseleit.

Andererseits sollte die Mannschaft durch die kurze Pause schnell wieder auf Betriebstemperatur kommen. Henseleit: „Das war in etwa wie zwei Wochen Pfingstferien.“ Er müsse daher auch nicht bei Null beginnen. Reine Laufeinheiten ohne Ball werde es daher nicht geben. In allen Einheiten wird auch das Wort von Co-Trainer Patrick Fleig viel Gewicht haben.

Große Hoffnungen setzen die Marbacher auf Angreifer Gerd Müller. „Er ist ein exzellenter Torjäger, musste zuletzt in Fischbach jedoch auch viel Defensivarbeit verrichten. Ich hoffe, dass ihm schnell die Umstellung glückt, denn er ist ganz vorn fest eingeplant“, ergänzt Henseleit. Für Müller und die ganze Mannschaft gelte es, wieder mehr Zug zum gegnerischen Tor zu entwickeln, schnelle Abschlüsse zu suchen und den Ball nicht zu lange zu verwalten. „Wir müssen in unser Spiel wieder mehr Ideen einbringen und flexibler werden“, wünscht sich der Übungsleiter.

Henseleit weiß, dass sich die Gegner inzwischen besser auf das Marbacher Spiel eingestellt und Gegenmaßnahmen entwickelt haben. Zuletzt war der Vizemeister nahezu die einzige Elf, die durchgehend mit einer Dreier-Abwehrkette agierte. Ob es so bleibt, lässt Henseleit noch offen.

Als heiße Konkurrenten im Kampf um die ersten Plätze hat der Marbacher Coach gleich mehrere Teams auf der Rechnung. „Wenn Pfaffenweiler diesmal ohne Verletzungspech bleibt, sehe ich die Elf sehr weit oben. Auch Hochemmingen hat das Potenzial dazu.“ Als Geheimtipp nennt Henseleit die SG Riedböhringen/Fützen, die zuletzt zwei ganz starke Rückrunden spielte. Auch Vorjahresaufsteiger FC Bräunlingen erwartet der Marbacher Coach im Spitzenbereich der Liga.