Fußball: Ein großes Verletzungspech, vor allem in der Vorrunde, kostete dem FC Pfaffenweiler in der vergangenen Saison eine bessere Platzierung. Den schließlich erreichten siebten Platz bezeichnet Spielertrainer Patrick Anders vor den bekannten Hintergründen als „ordentlich“. In der kommenden Saison will die Elf wieder weiter oben angreifen. „Wir haben bei unseren internen Zielen die Mannschaft mit ins Boot genommen. Es gilt, sich Ziele zu erarbeiten und zu verwirklichen“, betont Anders.

Pfaffenweiler hat in der Sommerpause einige interessante Zugänge gewonnen. An erster Stelle Angreifer Stefan Henseleit, der vom Vizemeister FV Marbach kam. Vielversprechend sind auch die ersten Eindrücke der Mittelfeldakteure Bogdan Cupsa (FC Unterkirnach) und Mike Tabler (FC Radolfzell A-Jugend). Für die Abwehr wurde Anel Kujovic (SV Zimmern A-Jugend) gewonnen und im Tor kehrt Toni Rösch nach einem beruflichen Abstecher zurück. Fast wie Neuzugänge sind zudem Karsten Scheu und Florian Herbst zu bewerten, die zuletzt lange verletzt zuschauen mussten. Bis auf Sebastian Merz (Meniskusverletzung) stehen somit alle 20 Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung. Neu ist zudem Co-Trainer Johannes Guggolz (Unterkirnach), der das Team der Trainer neben Ralf Rosenthal (Torwarttrainer) und Timmy Pfaff (Athletiktrainer) verstärkt. Da Anders weiterhin im defensiven Bereich selbst spielen wird, freut er sich, mit Guggolz einen Mann an der Seitenlinie zu haben. „Johannes hat schon in den ersten Tagen unserer Zusammenarbeit einige Ideen eingebracht. Wir sind im Trainer-Team jetzt super aufgestellt“, ergänzt Anders.

Mehr als vorgegebene Platzierungs- oder Punktezahlen wünscht sich Anders, diesmal eine Runde ohne Verletzungspech zu spielen. „Was dann möglich ist, haben wir in der Saison 2017/18 und in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt. Wir wollen die jungen Spieler schnell an die Liga und in die Mannschaft integrieren. Wenn die Mannschaft in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt geht, werden wir auch eine gute Platzierung schaffen“, ist Anders überzeugt.

Verstärkt ansetzen wollen die Trainer an einer sicheren Defensivarbeit. „Mit zuletzt 51 Gegentreffern haben wir uns gegenüber der Saison zuvor deutlich verschlechtert. Wir müssen im Kollektiv defensiv besser arbeiten“, wünscht sich der Trainer. Die zuletzt erzielten 64 eigenen Tore seien gut, aber auch ausbaufähig.

Anders, der in seine dritte Saison als Spielertrainer geht, will ob einer guten Platzierung keinen Druck auf die Mannschaft ausüben. „Titelfavoriten sind sicherlich andere Teams, doch verstecken müssen wir uns nicht. Wir haben Qualität, die wir aber auf den Platz bringen müssen. Um ganz oben mitzuspielen, muss freilich alles passen. Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern“, ergänzt der Spielertrainer. Beim 4:0-Testspielsieg gegen den Partnerverein VfR Pfaffenweiler ließ die Elf schon einige gute Aktionen aufblitzen.