Video: Neithard Schleier

Es war kein Spiel für schwache Nerven, das Regionalliga-Schiedsrichter David Brombacher nach 90 Minuten beim Stand von 3:3 abgepfiffen hatte. Nach diesem Resultat und dem Spielverlauf ärgerten sich beide Trainer darüber, dass ihnen nur ein Punkt geblieben ist. Für die Jestetter scheint es gegen den TuS Efringen-Kirchen einfach nicht klappen zu wollen. Binnen eines Jahres gab es das dramatisch verlorene Pokalfinale in Bergalingen, das 0:1 zu Hause und nun das 3:3 nach 3:0-Führung.

Michele Masi war sichtlich geknickt, hatte seine Elf doch nach 42 Minuten scheinbar entscheidend mit 3:0 vorn gelegen. Den Auftakt zum Torreigen hatte Simon Müller gemacht, der nach wenigen Sekunden die Gäste jubeln ließ. Die Rebländer hatten den Ball nach dem Anstoß etwas zu lässig hin und her geschoben, Müller spritzte dazwischen und machte das 1:0.

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Per Kopfball erhöhte der viele Monate wegen einer Verletzung fehlende Robin Kübler: "Er ist wieder fit und gut dabei", freute sich Masi über das ersten Saison für Kübler. Als Müller vier Minuten später auch noch das 3:0 markiert hatte, schienen den Gastgebern einmal mehr die Felle davon zu schwimmen: "Wir hatten zuvor schon die Möglichkeit, auch das 4:0 zu machen", so Masi: "Dann wäre es wohl gelaufen gewesen."

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Den Glauben an ein besseres Ende hatte Trainer Dennis Weiß indessen nicht aufgeben: "Drei Schüsse aufs Tor, drei Treffer", kommentierte er den scheinbar klaren Rückstand: "Wir müssen eigentlich viel eher zum Anschlusstor kommen. Chancen waren da." Allerdings traf bis zum Pausenpfiff nur David Boamah – zum dritten Mal in Folge übrigens. Zuvor hatte Jonathan Wöhrle nur die Latte getroffen.

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Nach dem Wechsel übernahmen die Hausherren verstärkt die Initiative, hatten bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff erneut Grund zum Jubel, als Stefan Hilpuesch auf 2:3 verkürzt hatte. "Wir haben eine homogene Elf und sind ein cooles Team. Mir war klar, dass noch etwas drin ist", so Weiß.

In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, Jochen Bürgin gelang nach 75 Minuten der Ausgleich. "In der Schlussphase haben wir Glück, dass wir nicht noch verlieren", erinnerte Masi an eine Glanztat von Torwart Yannic Frey.

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Dennis Weiß sah es allerdings etwas anders: "Wir hatten nicht nur einmal die Möglichkeit, mit 4:3 in Führung zu gehen. Mit mehr Abschlussstärke wäre der Sieg drin gewesen."

TuSEfringen-KirchenSV Jestetten 3:3 (1:3). – Tore: 0:1 (1.) Müller; 0:2 (38.) Kübler; 0:3 (42.) Müller; 1:3 (44.) Boamah; 2:3 (46.) Hilpuesch; 3:3 (75.) Jo. Bürgin. – SR: Jonas Brombacher (Kandern). – Z.: 130.

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