Fußball-Bezirksliga, Hochrhein

VfB Waldshut – FC Zell 0:5 (0:2). – Tore: 0:1 (36.) Ruf; 0:2 (40.) S. Rapp; 0:3 (72.) Ruf; 0:4 (73.) Fatty; 0:5 (90.) Boos. – SR: Nicolas Preinl (Kandern). – Z.: 70. – Bes.: Rot für Ferraro (VfB/45.) wg. Unsportlichkeit.

So schnell kann es gehen. Bis vor einer Woche, nach fünf Unentschieden in Folge, schien der FC Zell in einer kleinen Krise zu stecken. Und nun, nach dem 2:1-Sieg beim FC Wittlingen und dem 5:0-Kantersieg zum Rückrundenauftakt beim VfB Waldshut ist das Team von Trainer Michael Schwald mit sieben Spielen in Folge ohne Niederlage vielmehr die "Elf der Stunde". Und diese, so Schwald erfreut, "trotz der anhaltenden personellen Notlage", wie der Zeller Trainer anmerkte.

Allerdings hatte es der Neuling dem Gast nicht schwer gemacht: "Wir haben heute nicht stattgefunden", war Trainer Nils Mühlenweg schwer enttäuscht: "Natürlich hat uns die kurzfristige Absage von Shqiprim Kertoku getroffen. Er ist ein wichtiger Spieler für diese Mannschaft. Trotzdem ist der Auftritt nicht zu entschuldigen. Das war die schlechteste Leistung, seit ich hier Trainer bin. Eine einzige Katastrophe."

Auch suchte er die Schuld nicht beim Unparteiischen, dem er allerdings mit auf den Weg gab, sich in der Bezirksliga nicht zu sehr beeindrucken zu lassen: "Da wurden bei jedem Zweikampf vehement Verwarnungen gefordert und der Unparteiische zückte eine Gelbe Karte nach der anderen gegen uns", sah Mühlenweg da schon eine gewisse Verunsicherung bei seiner Mannschaft. Nicht dazu zählte er indessen den Platzverweis gegen Giuseppe Ferraro: "Er hat sich zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen lassen. Das darf ihm nicht passieren."

Michael Schwald war zufrieden mit der Leistung: "Mir war klar, dass dieses Spiel das Schwerste der letzten drei Partien sein würde", deutete er an, dass die Zeller mit Respekt in der Schmittenau aufgelaufen sind. "Dann hatten wir bei unseren Toren aber auch mal richtig Glück", lächelte Schwald. Lukas Ruf erzielte die Führung mit einem Volleyschuss, der genau passte. Auch das 2:0 durch Sebastian Rapp sei sehenswert gewesen, so Schwald.

Spätestens der Doppelschlag von Lukas Ruf und Sarjo Fatty, die binnen zwei Minuten auf 4:0 erhöhten, machten den Sieg perfekt. Leon Boss setzte den Schlusspunkt. "Wir haben sie auch nach dem Platzverweis nicht auf die leichte Schulter genommen", war Schwald vom Waldshuter 2:2 in Jestetten gewarnt: "Dort haben sie auch in Unterzahl noch aufgeholt."

Dieses Risiko war aber im letzten Heimspiel des Jahres eher gering: "Cihan Ceylan hat ein paar Mal gut reagiert und auch Niklas Braun verhinderte zwei Treffer", so Mühlenweg, hätte der Jahresausklang in der Schmittenau mit einem tatsächlichen Debakel enden können.