Fußball-Bezirksliga: – Favoriten, stellt Musa Musliu sofort klar, das seien andere Mannschaften in der Liga: „Ich denke da an den FC Wittlingen, der ohne seine Ausrutscher den Laufenburgern sicher Paroli geboten hätte. Oder an den FC Erzingen, der auch ohne Sandro D‘Accurso in der vorigen Saison einige gute Spiele abgeliefert hat“, verteilt der neue Trainer des SV Herten die wichtigen Rollen für die neue Spielzeit: „Auch der VfB Waldshut mit seiner großen Zahl an neuen Spielern darf dazu gerechnet werden.“

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Den Namen seiner Elf nennt Musa Musliu, der nach zwei Jahren als Co-Trainer von Thorsten Szesniak das Zepter übernommen hat, mit Bedacht nicht: „Es ist nicht unser Ziel, um den Titel zu spielen. Wir sind vielleicht in zwei, drei Jahren soweit.“ In diesem Zeitraum soll sich die Mannschaft entwickeln – und sich vor allem finden. Schließlich kamen im Sommer sieben neue Spieler in den Kader: „Schon im Winter hatten wir fünf Neuzugänge“, merkt Musliu an, dass viel Arbeit auf den Kader warte: „Wichtig ist, dass die Mischung stimmt – und der Charakter.“

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Ganz wichtig sei nämlich der Aspekt, dass „alle neuen Spieler einen Hertener Hintergrund haben“, betont Musliu, der selbst schon seit über zehn Jahren als Spieler und Trainer im Verein tätig ist: „Die Jungs identifizieren sich mit unserem Club. Das ist ein wertvolles Gut in dieser Mannschaft.“

Musa Musliu (Trainer des SV Herten): „Wer auf Thorsten Szesniak folgt, tritt immer in große Fußstapfen. Die kann und will ich nicht ausfüllen, sondern meinen eigenen Weg gehen.“
Musa Musliu (Trainer des SV Herten): „Wer auf Thorsten Szesniak folgt, tritt immer in große Fußstapfen. Die kann und will ich nicht ausfüllen, sondern meinen eigenen Weg gehen.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dass er vor noch nicht allzulanger Zeit selbst Teil dieser Mannschaft war, ist für Musliu kein Grund, an seiner Autorität zu zweifeln: „Ich denke, dass ich mir den Respekt der Jungs in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet habe.“ Als Co-Trainer habe ihm Thorsten Szesniak bereits viele Freiheiten eingeräumt: „Aber ich bin nicht Thorsten 2.0. Sondern ich entwickle mein eigenes Profil. Das wissen die Spieler und sie ziehen mit.“

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Entsprechend wichtig sei es, in Eike Elsasser eine qualifizierten Mann an seiner Seite zu wissen. Der ehemalige Trainer des SV Karsau ergänze sich gut mit ihm, bringe sich ein: „Eike ist kein Hütchenaufsteller. Er hat seine Aufgaben, ist für die technische Arbeit zuständig“, so Musliu, der es zu schätzen weiß, dass sich Thorsten Szesniak nicht komplett zurückgezogen hat: „Als Teammanager ist er weiter nah dran. Wir drei tauschen uns regelmäßig aus, besprechen die Entwicklung der Mannschaft. Aber die Verantwortung für die Elf liegt klar in meiner Hand.“

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Musa Musliu blickt nach der Übernahme des Traineramts optimistisch nach vorn: „Wer auf Thorsten Szesniak folgt, tritt immer in große Fußstapfen. Die kann und will ich nicht ausfüllen, sondern meinen eigenen Weg gehen.“ Entsprechend werde gearbeitet: „Wir haben Potenzial, sind in der Breite gut aufgestellt und werden weiterhin unser variables Spiel pflegen. Wenn alle – Spieler und Trainer – hart arbeiten und eine Einheit bilden, dann werden wir sicher eine gute Saison spielen.“