Video: Neithard Schleier

Fußball-Bezirksliga: – Klaus Vögele hatte es im SÜDKURIER-Tipp voraus gesagt, war aber für seinen 4:0-Tipp belächelt worden. Am Ende hatte der Vater von Patrick Vögele fast recht. Der SV Buch gewann mit 3:1 beim bisherigen Angstgegner: "Wäre Moritz Hackenberger nicht mit seinem Strafstoß an Aykut Kaya gescheitert, wäre der Tipp fast perfekt gewesen", lachte SVB-Trainer Michael Hägele am Ende eines denkwürdigen Spiels: "Wir haben auf Augenhöhe gespielt und gute Mittel gegen die Wittlinger Offensive gefunden."

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Für Tiziano Di Domenico war nicht nur der Nachmittag gelaufen: "In dieser Verfassung müssen wir uns keine Gdeanken um Platz zwei machen", schimpfte der Trainer des FC Wittlingen: "Gegen Brennet und in Weil hatten wir noch Glück. Jetzt aber dürfte der Letzte gemerkt haben, dass bei uns der Wurm drin ist." Seine Elf habe Kampf und Laufeinsatz vermissen lassen: "Mit Schwimmbad-Fußball erntest du nichts." Der SV Buch, so Di Domenico, habe den Sieg nicht gestohlen, auch "wenn sie bei ihren Toren auf eine 99 prozentige Chancenverwertung verweisen können."

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Naturgemäß sah das Michael Hägele etwas anders: "Gegen die hohen Bälle der Wittlinger haben wir das ganz gut gemacht und wenig zugelassen", lobte er seine Defensive. Er konnte es sich sogar leisten, auf Winter-Zugang Onur Dokuzkardes, der sich gut eingefügt habe, und den leicht angeschlagenen Denys Martini zunächst zu verzichten: "Wir haben eine englische Woche vor uns und müssen mit den Kräften haushalten", verwies Hägele auf das Spiel am Gründonnerstag gegen den SV Jestetten und am Samstag gegen den VfB Waldshut.

Strippenzieher beim Sieg des SV Buch war zweifellos Pascal Pecoraro, der die Führung vor der Pause einleitete. Mit einem Traumpass spielte er Niklas Eckert frei, der keine Mühe hatte, den Torhüter zu verladen und sein drittes Bezirksliga-Tor zu erzielen. Als wäre das nicht genug, legte Patrick Vögele kurz vor dem Wechsel nach. Marco Maier und Pecoraro arbeiteten den Spielzug heraus, Vögele schob die Kugel zum 2:0 ins Netz.

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Nach dem Wechsel lag sogar das 3:0 in der Luft, doch Marco Maier wurde im Strafraum gestoppt. Zum fälligen Strafstoß trat Moritz Hackenberger an. Nach zwei verwandelten Elfern gegen den SV Herten und den FC Wallbach, fand er in Kaya seinen Meister. Für den Wittlinger Torhüter war es der zweite Gehaltene, schon Shqiprim Kertoku vom VfB Waldshut war an ihm gescheitert.

Doch dieser Fehlschuss warf den SV Buch nicht mehr aus der Bahn. Pascal Pecoraro krönte seinen Auftritt. Nach feinem Zuspiel von Marco Maier ließ er Kaya ins Leere laufen und schob zum 3:0 ein. In der Schlussphase gelang dem FC Wittlingen durch Alexander Herbst nur noch eine Ergebniskorrektur.

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FC Wittlingen – SV Buch 1:3 (0:2). – Tore: 0:1 (41.) N. Eckert; 0:2 (44.) Vögele; 0:3 (60.) Pecoraro; 1:3 (82.) Herbst. – SR: Luigi Satriano (Zell). – Z.: 170. – Bes.: Kaya (FCW/53.) hält FE von Hackenberger.

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