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Fußball-Bezirksliga: – Der SV 08 Laufenburg hat den Sprung in die Landesliga geschafft, doch ausruhen will sich der Meister auch in den letzten beiden Spielen nicht. Vor der Partie gegen den SV Weil II waren die Jungs von Trainer Michael Wasmer heiß wie Frittenfett auf den 34 Jahre alten Torrekord der Bezirksliga. Den hielt bis Samstag der FC Wehr, der in der Saison 1984/85 stolze 118 Treffer erzielt hatte. Nun steht der Rekord – zumindest vorerst – bei 119 Toren.

In den ausstehenden Spielen beim SV Buch und zum Abschluss gegen den SV Herten soll die Rekordjagd der Laufenburger aber noch weiter gehen. Einerseits möchte die Elf von Michael Wasmer die Marke von 119 Treffern weiter ausbauen und vielleicht uneinholbar machen. Andererseits ist da ja noch der Torrekord von Tim Siegin vom VfR Bad Bellingen. Der war im vergangenen Spieljahr mit 46 Treffern der mit Abstand beste Torjäger aller Zeiten.

Objekt der Begierde: Diese Torjäger-Kanone darf sich der beste Bezirksliga-Torschütze am Saisonende ins Regal stellen. Sponsor „Rothaus“ stellt der Mannschaft des Siegers zusätzlich zehn Kisten „Tannenzäpfle“ in die Kabine.
Objekt der Begierde: Diese Torjäger-Kanone darf sich der beste Bezirksliga-Torschütze am Saisonende ins Regal stellen. Sponsor „Rothaus“ stellt der Mannschaft des Siegers zusätzlich zehn Kisten „Tannenzäpfle“ in die Kabine. | Bild: Waibel, Markus

Auch diese Bestmarke steht spätestens nach den sieben Toren von Sandro Knab beim 12:0-Schützenfest gegen den SV Weil II zur Disposition. Der Führende der Torjägerliste hat die erstmals vergebene Torjäger-Kanone des SÜDKURIER bereits sicher, denn der auf Platz zwei stehende Teamkollege Bujar Halili dürfte es mit seinen aktuell 30 Toren kaum mehr schaffen, die 43 Treffer von Sandro Knab noch zu übertrumpfen. Er wird es verschmerzen, dann die Rothaus-Brauerei stellt der Mannschaft des Torschützenkönigs zehn Kisten „Tannenzäpfle„ für die Saisonabschluss-Party zur Verfügung.

Der Vergleich mit Tim Siegin fällt schon jetzt pro Sandro Knab aus, denn während Siegin im Vorjahr 32 Spiele absolvierte und dabei seine 46 Tore erzielte, hat Knab bislang erst 24 Einsätze auf seinem Konto. Für Siegin errechnet sich damit eine Quote von 1,44 Toren pro Spiel. Knab steht heute mit 24 Spielen bereits bei 1,79 Treffern pro Partie.

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Bestehen bleibt der Punkterekord aus der Saison 2012/13, der gehört jedoch bereits den Null-Achtern, die nur noch 77 Punkte erreichen können. 2013 wurden die Meister mit zuvor und danach nie erreichten 79 Punkten in 30 Spielen. In der Rückrunde unter Trainer Erkan Aktas hatten sie seinerzeit einen „Lauf“, gewannen 14 ihrer 15 Spiele.

Nur die Partie beim FC Wittlingen ging mit 2:5 verloren. Es war die einzige Niederlage im gesamten Spieljahr. Jene 42 Rückrunden-Punkte könnten in dieser Saison noch getoppt werden, denn 2018/19 leisteten sich die Laufenburger in der Rückrunde nur das 2:2 beim SV Jestetten. Sollten final auch der SV Buch und der SV Herten besiegt werden, stehen in diesem Jahr sogar 43 Rückrunden-Punkte auf dem Konto.

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In der Geschichte der Bezirksliga stellt der SV 08 Laufenburg die zehnte Mannschaft, die seit 1948 die 100-Tore-Marke im Bezirksoberhaus überschritten hat. Bisheriger Rekordhalter war der FC Wehr, der 1985 mit stolzen 118:40 Toren als Meister triumphierte.

Acht weitere Clubs haben seit dem Ende des 2. Weltkrieges bei Spielen in der höchsten Liga des Bezirks mehr als 100 Tore erzielt. Die zweitbeste Ausbeute sicherte sich der SV Todtnau mit 114 Toren als Meister des Jahres 1964. Auf 109 Treffer kamen der TuS Efringen-Kirchen im Jahr 2015 und der FC Zell in der Saison 1953/54, schaffte das allerdings in nur 26 Spielen.

Bereits 1953 stieg der FC Wehr mit 108 Toren als Tabellenzweiter auf. Weitere Clubs, die die 100-Tore-Marke im Oberhaus knackten waren der SV Karsau (105) im Jahr 1956, zwei Mal der VfR Rheinfelden in den Jahren 1959 (105) und 1968 (101) sowie der SV Weil (102) im Jahr 2000 und der FV Lörrach (100) als Tabellendritter im Jahr 2007.