Fußball-Bezirksliga: – Ist es ein Hinweis? Oder sogar eine versteckte Ansage? Danijel Kovacevic winkt sofort ab: „Auf gar keinen Fall. Unser Saisonziel ist es, vorn mitzuspielen – nicht mehr und nicht weniger“, betont der neue Trainer des VfB Waldshut, der immerhin als frischgebackener Meistermacher des FC Klingnau über den Rhein wechselt: „Wir haben zum Abschluss meiner dreieinhalbjährigen Tätigkeit dort den Sprung in die 2. Liga Interregional geschafft.“

Dass sich die Erfolgsstory nahtlos auf der rechtsrheinischen Seite fortsetzt, glaubt der in Koblenz/CH wohnende Trainer nicht: „Wichtig ist, dass die neuen Spieler und der vorhandene Stamm zügig zusammenwachsen. Das wird sicher nicht bis zum Saisonstart erledigt sein“, ist der 38-jährige Schweizer mit kroatischen Wurzeln überzeugt. Klare Ziele hat er aber dennoch vor Augen: „Ich sehe mein Engagement durchaus auf mehrere Jahre angelegt – mit dem Fernziel Landesliga. Die Tiefen des Fußballs hat der VfB Waldshut hinter sich, jetzt geht es Schritt für Schritt in die andere Richtung.“

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In der Winterpause will Danijel Kovacevic eine erste Bilanz ziehen: „Spätestens dann wissen wir, ob wir unser erstes Ziel erreichen oder doch gegen den Abstieg spielen müssen“, sagt er, ohne mit der Wimper zu zucken. Diese schlechtere Option will man ihm nicht abnehmen. Schließlich hat sein Sportchef Oliver Atalla in den vergangenen Wochen und Monaten ganze Arbeit geleistet. Schon in der Winterpause präsentierte er sechs Zugänge, zur neuen Spielzeit tauchen noch einmal elf neue Gesichter in der Schmittenau auf.

Der erste Schwung tat dem letztjährigen Aufsteiger gut. Unter Trainer Nils Mühlenweg, der ins Nachwuchsleistungszentrum des Zweitligisten Arminia Bielefeld gewechselt ist, schaffte die Mannschaft am vorletzten Spieltag den Ligaverbleib, verdiente sich dabei Anerkennung vom neuen Coach: „Ich habe einige Spiele gesehen und weiß, was in der Mannschaft steckt.“

Trainer Danijel Kovacevic (VfB Waldshut): „Ich sehe mein Engagement durchaus auf mehrere Jahre angelegt – mit dem Fernziel Landesliga. Die Tiefen des Fußballs hat der VfB Waldshut hinter sich, jetzt geht es Schritt für Schritt in die andere Richtung.“
Trainer Danijel Kovacevic (VfB Waldshut): „Ich sehe mein Engagement durchaus auf mehrere Jahre angelegt – mit dem Fernziel Landesliga. Die Tiefen des Fußballs hat der VfB Waldshut hinter sich, jetzt geht es Schritt für Schritt in die andere Richtung.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Dieses Potenzial will Kovacevic ausbauen und – den gestandenen Neuzugängen zum Trotz – vor allem den Nachwuchs fördern und fordern: „Ich bin ein Fan von jungen Spielern“, betont der knapp 1,90 m große Hüne, schränkt aber im gleichen Atemzug ein: „Für Spieler, die ihre gesamte Jugend beim VfB Waldshut gespielt haben, ist es sicher eine tolle Sache, jetzt in der 1. Mannschaft zu stehen. Aber sie müssen alles geben. Dann werden sie belohnt und bekommen ihre Chance.“

Freibriefe gebe es bei ihm nicht, verweist Kovacevic auf den großen Kader, den er vor dem ersten Punktspiel auf 22 Spieler reduzieren will: „Dann gibt es Zuwachs für die zweite Mannschaft.“ Ohnehin hat er die Reserve auf dem Plan: „Wer bei mir nicht eingesetzt wird, spielt automatisch in der Zweiten. Da dulde ich keine Ausreden.“

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Überhaupt steht für ihn der Teamgeist ganz oben, auch im Hinblick auf das Sextett, das zuvor schon beim FC Klingnau/CH mit ihm gearbeitet hat: „Ich dulde keine Grüppchen-Bildung. Wir wollen ein Team werden. Das funktioniert aber schon ganz gut. Die Jungs haben sich gut eingelebt hier“, verweist Kovacevic aufs Umfeld in der Schmittenau: „Der Verein und seine Funktionäre machen es nicht schwer, hier integriert zu werden“, lobt er das Team hinter dem Team.

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Wie gut sich die neuen und alten VfB-Akteure gefunden haben, wird sich schon in den ersten Spielen zeigen. Zum Auftakt ist der VfB Waldshut beim FC Wittlingen zu Gast: „Ich kenne die Gegner noch nicht im Detail, aber ich habe mir sagen lassen, dass diese Elf neben dem FC Erzingen zu den heißesten Titelfavoriten zählt“, so Kovacevic, der gerade in diesen Partien auf seinen Weggefährten Bora Kalyon setzt: „Wir kennen uns schon aus Teenager-Tagen. Er wird im Training mein Assistent und auf dem Platz mein verlängerter Arm sein“, hat der neue Waldshuter Trainer dem Ex-Profi eine klare Aufgabe gegeben.