Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Mit betretenen Mienen schlichen sich die Wallbacher vom Platz. Nach einer indiskutablen Offensivleistung hatten sie im direkten Duell mit einem Konkurrenten wichtige Punkte im Abstiegskampf verspielt: „Nach drei Siegen in Folge kann ich mir so eine Leistung nicht erklären“, rang Interimstrainer Philipp Bayer nach Worten: „Vielleicht brauchen wir einfach den Druck. Jetzt haben wir ihn wieder“, blickt er angesichts der Harmlosigkeit seiner Angreifer besorgt auf die anstehenden Aufgaben: „Drei Mal in Serie müssen wir nun auswärts antreten“, schwant ihm vor den Spielen in Lörrach, Zell und Herten nicht viel Gutes.

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Letztlich durften sich die Wallbacher beim gut haltenden Ramon Winkler bedanken, dass die Niederlage nicht schon früher feststand. Mehrfach rettete der Schlussmann in letzter Sekunde gegen eine Schönauer Elf, die auch nicht vor Selbstvertrauen strotzte. Beide Mannschaften schenkten sich bei der Fehlerquote im Spielaufbau wenig.

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Dass sie einen Sieger haben würde, war der Partie über weite Strecken nicht anzusehen: „Ein typisches Null-zu-Null-Spiel, das leider nicht 0:0 endete“, so Bayer, dessen Elf außer Kopfbällen von Tom Heyde (4.) und Max Stockkamp (76.) sowie zwei ungefährlichen Distanzschüssen von Dominik Bitzenhofer nichts aufs Tor brachte.

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Ganz so wie Bayer sah Faik Zikolli den Spielverlauf nicht: „Wir müssen Geduld haben“, bläute der Trainer des FC Schönau seinen Mannen in der Pause ein. Im ersten Durchgang hatte Matthias Steinebrunner zwei Mal die Führung auf dem Fuß, vergab fast leichtfertig. Nachdem Yannik Lais (58.) und Tim Behringer (61.) ihre guten Chancen ebenfalls versemmelt hatten, schien tatsächlich kein Tor mehr fallen zu wollen.

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Dann aber zahlte sich die Geduld der Gäste doch noch aus. Ismail Demirci spielte einen Zuckerpass auf Dominik Pfeifer, der keine Mühe hatte, sein drittes Saisontor zu erzielen. In der Nachspielzeit erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Tim Eckert mit einem sehenswerten Schlenzer gar auf 2:0.

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„Wir wussten, dass sie uns irgendwann mehr Räume frei machen – und dann schlagen wir zu“, grinste Faik Zikolli nach dem ungemein wichtigen Sieg seiner Elf: „Auch wenn wir lang auf die Folter gespannt wurden. Das 1:0 fiel zum richtigen Zeitpunkt, denn danach war kaum mehr Zeit für eine Reaktion des Gegners.“

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So wie Zikolli die richtige Ahnung beim Spielverlauf hatte, so richtig lag er mit seinem Wechsel im Tor. Obwohl Christian Held zuletzt seine Klasse mehrfach unter Beweis gestellt hatte, fand er sich in dieser wichtigen Partie auf der Ersatzbank wieder: „Ich schaue in die Zukunft. Christian wird zum Saisonende aufhören. Also braucht Tobias Steinebrunner mein Vertrauen und vor allem Spielpraxis. In so einem wichtigen Spiel kann er zeigen, was er drauf hat“, begründete Zikolli den Tausch im Kasten.

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Steinebrunner enttäuschte seinen Coach nicht, hielt die Null. Und als er einen Eckball durch die Handschuhe gleiten ließ, hatte er in seinem Rücken noch Marc Steinebrunner stehen, der den Ball aus der Gefahrenzone köpfte.

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FC Wallbach – FC Schönau 0:2 (0:0). – Tore: 0:1 (83.) Pfeifer; 0:2 (90.+3) Eckert. – SR: Timo Stürzl (Waldshut-Tiengen). – Z.: 60.

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