Fußball-Bezirksliga: – Auf den Derbykracher im Wiesental hatten sich Spieler und Fans beider Lager schon seit Tagen gefreut. Der FC Zell stimmte sich mit einer eindrucksvollen Video-Produktion auf seiner Instagramm-Seite ein. Auf den Fotos aus dem Hinspiel war sogar Schnee zu sehen – und es fehlte nicht viel, dann wäre auch beim Rückspiel im Jogi-Löw-Stadion etwas Schnee gelegen.

Video: Locker Michael

Ob es das garstige Wetter war, dass die Kontrahenten zunächst hemmte? Von Derbystimmung war jedenfalls in den ersten 45 Minuten wenig zu spüren. Die Zuschauer sahen eine fahrige Angelegenheit und nur einmal war Gefahr im Verzug, als Matthias Steinebrunner aus der Distanz abzog, aber in Stefan Fräßle seinen Meister fand. „Nach unserer Negativserie ist es ja kein Wunder, dass wir nicht vor Selbstvertrauen strotzen“, erklärte sich Faik Zikolli die Schönauer Darbietungen im ersten Abschnitt: „Uns war erst einmal wichtig, dass die Null steht.“

In der Pause drehte Zikolli an den Stellschrauben – und hatte Erfolg. Gästetrainer Michael Schwald saß noch nicht einmal auf der Bank, als die Schönauer ihren Führungstreffer bejubelten. Winter-Neuzugang Daniel Rueb hatte Matthias Steinebrunner gesucht und gefunden. Der Schönauer Routinier behauptete sich im Zweikampf mit Simon Wunderle und traf zum 1:0.

Vier Minuten später hätte Wunderle diesen Rückstand fast schon wettgemacht, doch bei seinem Kopfball rettete Marc Steinebrunner reaktionsschnell auf der Linie. Dieser Auftakt machte Lust auf mehr und nun wurde es ein echtes Derby. Rassig und aktionsreich, in den Zweikämpfen oft sogar hart an der Grenze.

Nach Vorarbeit von Dominik Pfeifer war es dann Daniel Rueb, der mit seinem eher schwächeren rechten Fuß flach ins Eck traf und mit dem 2:0 die Weichen zum sechsten Heimsieg stellte. Laurens Diemer machte in der Schlussphase den Deckel drauf.

Faik Zikolli war – angesichts der Siege der Konkurrenten im Abstiegskampf – extrem glücklich über den Sieg und die lobte die Einstellung seiner Elf: „Wie intakt die Mannschaft ist, zeigt schon die Tatsache, dass Benedict Behringer von seinem Studienort Frankfurt nach Hause fährt, um spielen zu können.“

Gästetrainer Michael Schwald sah den stärkenen Siegeswillen der Gastgeber als entscheidend: „Uns fehlte die Körpersprache. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Sie haben uns nach der Pause den Schneid abgekauft“, ließ er am verdienten Schönauer Sieg keinen Zweifel aufkommen.

FC Schönau – FC Zell 3:0 (0:0). – Tore: 1:0 (46.) Matth. Steinebrunner; 2:0 (70.) Rueb; 3:0 (84.) Diemer. – SR: Marco Brendle (Freiburg). – Z.: 230.

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