Fußball-Bezirksliga: Passend zum Start aus der Winterpause wird es eine Formkurve für jeden Verein geben. Grundlage dafür sind die letzten fünf Spiele sowie die Vorbereitung.

SC Gottmadingen-Bietingen

„Die Hinrunde ist für uns hervorragend gelaufen“, freut sich Pressesprecher Rudi Endres vom SC Gottmadingen-Bietingen. „Es hat in allen Mannschaftsteilen gepasst, der große Kader hat sich ausgezahlt und die Ersatzbank war meist sehr gut besetzt.“ Satte zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger konnte sich der Spitzenreiter so herausspielen. Eine Erfolgsgeschichte, die, geht es nach Endres, gerne ihre Fortsetzung finden dürfte. „Wir hätten nichts einzuwenden, wenn die Rückrunde ähnlich verläuft“, meint Endres. „Die Erwartungen werden dennoch nicht zu hoch angesetzt. Wir haben eine sehr junge Truppe.“ Formkurve: aufsteigend.

Hegauer FV

„Nach den erwarteten kleineren Schwierigkeiten speziell zum Start sind wir mit der Platzierung zum Winter absolut zufrieden“, hebt Lars Kohler vom Hegauer FV hervor. Er und sein Trainerkollege Ronny Warwick haben dafür an einigen Stellschrauben gedreht. „Wichtig für uns ist, dass wir unser Team speziell in der Defensive weiter stabilisieren konnten“, so Kohler. Er hält das Rennen um die Meisterschaft schon für entschieden. „Unser Saisonziel ist nun der zweite Tabellenplatz und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Wir wollen zeigen, dass wir aus dem letztjährigen Saisonverlauf gelernt haben – der Kampf um den zweiten Platz wird aber sicher bis zum Ende der Saison spannend bleiben.“ Formkurve: stagnierend.

SC Konstanz-Wollmatingen

„Die Hinrunde war wie erwartet hart und umkämpft. Die Liga hat viele gute Mannschaften, und jedes Spiel ist schwer“, sagt Antonio Iannone, seit dem vergangenen Sommer Trainer des Traditionsvereins. „Mir war klar, dass meine Spieler Zeit brauchen werden, um sich auf die Bezirksliga einzustellen. Aber ich denke, der dritte Platz geht aktuell in Ordnung“, so Iannone. Ihm imponiert vor allem der Charakter seiner Truppe. „Die Arbeit mit den Jungs macht wirklich Spaß, sodass unser Klima in der Kabine sehr locker und entspannt ist“, gibt der Konstanzer Trainer Einblick. Formkurve: stagnierend.

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SV Mühlhausen

„Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt“, lobt SVM-Coach Eddy Wiedenmaier. „Zu Beginn der Runde taten wir uns schwer, das neue System auf den Platz zu bringen, aber die Geduld zahlte sich aus, und wir haben uns Stück für Stück verbessert“, analysiert er. Der starke vierte Tabellenplatz gibt Auftrieb für die kommenden Aufgaben. „Die Jungs sind heiß und wollen den Platz im oberen Drittel unbedingt verteidigen“, verrät Wiedenmaier. „Ob wir das mit dieser schwierigen Vorbereitung schaffen, wird sich zeigen. Wir werden mit Leidenschaft und Wille alles dafür tun, dann ist mit diesem Team viel möglich.“ Formkurve: stagnierend.

SG Reichenau/R.-Waldsiedlung

„Trotz mehrerer schwerwiegender Verletzungen und Abwesenheiten diverser Spieler konnten wir das Jahr 2018, was die Punkte betrifft, für uns vollkommen respektabel abschließen“, zeigt sich der Sportliche Leiter Rolf Blum zufrieden. „Unser Kader ist weitestgehend zusammengeblieben und wir wollen, wie die vergangenen Jahre auch, wieder mehrere A-Junioren in die Mannschaft integrieren.“ Eine Blutauffrischung, die angesichts mauer Trainingszahlen auch notwendig sein dürfte. „Nach bisherigem Stand der Vorbereitung wird es ein harziger Beginn werden, da wir im Schnitt mit sechs bis zehn Mann trainieren mussten“, glaubt Blum. Formkurve: aufsteigend.

BSV Nordstern Radolfzell

„Wir konnten uns gut vorbereiten und den letzten Feinschliff im Trainingslager in Italien holen“, sagt Nordstern-Coach Toni Fiore. „Für einen Bezirksligisten ist das nicht selbstverständlich, darum ein riesiges Dankeschön an den Förderverein und die Vorstandschaft. Wir wissen es zu schätzen und werden alles daransetzen, es mit guter Leistung zurückzuzahlen“, verspricht Fiore. „Wir haben noch große Ziele, wir wollen eine bessere Rückrunde spielen und den Pokal gewinnen“, zählt er auf. „Für das Trainerteam ist im Sommer Schluss und Zeit für eine neue Herausforderung. Für die tolle Zeit bisher wollen wir einfach nur Danke sagen.“ Formkurve: stagnierend.

FC Rot-Weiß Salem

„Wir hatten eine Vorrunde mit Höhen und Tiefen“, weiß der Salemer Vorstand Jörg Allgaier. „Die junge Mannschaft konnte oft die vom Trainer vorgegebene Taktik nicht umsetzen und so haben wir einige Spiele trotz guter Leistung unglücklich verloren. Deshalb haben wir uns im Verlauf der Vorrunde entschieden, mit Lars Müller einen Ex-Profi mit großer Erfahrung auf die Trainerbank zu setzen.“ Trotz guter Tabellenlage rät Allgaier zur Vorsicht. „Wir wissen, dass die momentane Tabellen- und Punktsituation durchaus trügerisch sein kann. Platz sieben sieht nicht schlecht aus, der Vorsprung zu den Abstiegsrängen ist jedoch dünn.“ Formkurve: stagnierend.

FC Anadolu Radolfzell

Nach einer zuweilen turbulenten Hinrunde steht für den FC Anadolu Radolfzell ein solider achter Tabellenplatz zu Buche. Dennoch trennen die Mannschaft, die in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg zu verzeichnen hatte, nur sechs Punkte vom Tabellenkeller. Verzichten muss Anadolu künftig auf Trainer Bülent Babür, der den Verein aus beruflichen Gründen verlassen hat. Seine Nachfolge übernimmt Edgar Gaißer. Von sich reden machten die Radolfzeller in der Winterpause aber auch aus sportlichen Gründen: Bei der südbadischen Meisterschaft im Futsal erreichten sie einen starken zweiten Platz. Formkurve: aufsteigend.

TSV Singen

„Die Hinrunde begann alles andere als schön, wir hatten mit internen und externen Problemen zu kämpfen“, sagt Teammanager Sigi Özcan. „Den Klassenunterschied zur Kreisliga A bekamen wir deutlich zu spüren. Das war für uns ein Warnsignal, eine Gegenreaktion zu zeigen – ich würde sagen, dass wir uns in die richtige Richtung entwickelt haben.“ Neben den starken Neuverpflichtungen freut sich Özcan vor allem über den neuen Trainer. „Slobodan Maglov trägt mit seiner immensen Erfahrung dazu bei, die Spieler in taktischer und körperlicher Hinsicht auf das höchste Niveau zu bringen – unser Trainingslager in Antalya war deshalb ein echtes Highlight“, schwärmt er. Formkurve: aufsteigend.

SV Bermatingen

Nur drei Punkte von der Abstiegszone entfernt rangiert derzeit der Aufsteiger SV Bermatingen. Keine allzu schlechte Bilanz für Trainer Michael Fink und seine Mannschaft, die in einigen Spielen durchaus zu gefallen wusste. Sorgen bereitet allerdings das schwache Torverhältnis. 27 eigenen Treffern stehen schon 43 Gegentore gegenüber – eine deutlich schlechtere Ausgangslage als bei allen Tabellennachbarn. Soll der Klassenerhalt schnellstmöglich gesichert werden, muss die Defensive beim SVB künftig deutlich sattelfester stehen. Formkurve: absteigend.

CFE Independiente Singen

Nach zwei verpassten Chancen in den Vorjahren hatte sich der Singener Klub mit den spanischen Wurzeln im vergangenen Sommer endlich den Aufstieg in die Bezirksliga Bodensee erarbeitet. Damit nun auf den erfolgreichen dritten Versuch auch der Klassenerhalt folgt, müssen die Hohentwieler mehr Stabilität in die Saison bringen. Ex-Profi Neno Rogosic, der nach dem Rücktritt von Trainer Aurelio Baratta das Steuer übernommen hat, will dem Verein dabei mit seinem reichen Erfahrungsschatz helfen. Denn aktuell stehen die Singener nur zwei magere Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Formkurve: aufsteigend.

TSV Aach-Linz

„In der Hinrunde sind wir deutlich unter unseren eigenen Erwartungen geblieben“, klagt Trainer Patrick Hagg. „Nach gutem Start konnten wir in der zweiten Hälfte der Vorrunde nicht mehr an unser Niveau anknüpfen. Den Hauptgrund dafür sehe ich in der extremen Personalsituation“, analysiert Hagg. „Teilweise haben bis zu acht Spieler gleichzeitig verletzungs-, berufs- und urlaubsbedingt gefehlt. Das war für uns, wie auch für jede andere Mannschaft, nicht zu kompensieren.“ Nun ist die Lage aufgrund von Neuzugängen und Rückkehrern wieder entspannter. „Jetzt haben wir einen Konkurrenzkampf, dem sich jeder Spieler stellen muss“, freut sich Hagg. „Wir sind uns dem Ernst der Lage bewusst und wollen uns so schnell wie möglich von den hinteren Plätzen absetzen.“ Formkurve: stagnierend.

FC Öhningen-Gaienhofen

Auch der FC Öhningen-Gaienhofen bleibt in dieser Saison bisher hinter den Erwartungen zurück. Für das Team von der Höri stehen aktuell nur 17 Punkte aus 16 Spielen zu Buche. Damit logiert die Mannschaft von Trainer Alessandro Paolantonio auf einem Abstiegsplatz. Hoffnung macht das relativ stabile Torverhältnis. Dennoch würde es der Höri-Elf gut zu Gesicht stehen, mit einer Siegesserie aus der Winterpause zu starten. Trainer Paolantonio: „Mit der Hinrunde können wir nicht zufrieden sein. Wir stehen aktuell auf dem viertletzten Tabellenplatz und wollen da so schnell wie möglich wieder weg. Wir haben zwar keine Neuzugänge in der Winterpause bekommen. Jedoch sind Marc Honsell und Heiko Barten aus langer Verletzungspause wieder zurück.“ Formkurve: stagnierend.

Hattinger SV

Nur drei Punkte trennen den Hattinger SV derzeit vom rettenden Ufer. Den Sprung zurück auf dieses muss die Mannschaft ohne Trainer Slobodan Maglov bewerkstelligen, denn dieser schloss sich in der Winterpause dem Ligarivalen TSV Singen an. Problematisch stellt sich für die Hattinger vor allem die anhaltende Flaute vor dem Tor dar. Nur 17 Treffer konnte der HSV bisher erzielen – Ligatiefstwert. Thomas Gaßner: „Die Vorrunde verlief sehr enttäuschend. Der Abgang des Trainers kam noch dazu“, klagt der Hattinger Vorstand und Coach. „Die Abgänge und verletzungsbedingten Ausfälle konnten duch Neuzugänge nicht kompensiert werden. In der Rückrunde geht es rein um den Klassenerhalt.Das wird eine sehr schwere Aufgabe.“ Formkurve: absteigend.

FC Bodman-Ludwigshafen

Auch der Aufsteiger vom Bodenseeufer kämpft mit einer zu zahnlosen Offensive. Ebenfalls nur 17 Treffer in 16 Partien konnte der FC Bodman-Ludwigshafen für sich verbuchen. Bei 36 kassierten Treffern eine mehr als ausbaubare Bilanz. Dennoch fehlen nur vier Punkte auf das rettende Ufer. Noch einmal aus dem Tabellenkeller zu klettern, liegt also durchaus im Bereich des Möglichen für das Bodensee-Team. Formkurve: stagnierend.

FC Uhldingen

„Teilweise haben wir richtig guten Fußball gespielt und sind auch mal in Führung gegangen, aber konnten diese nicht über die Zeit bringen“, zieht der Uhldinger Trainer Marco Gamper Bilanz. „Das lag unter anderem am Konditionellen, an fehlender Teamleistung und auch an meiner als Trainerneuling fehlenden Erfahrung, die uns Punkte gekostet hat“, gesteht er ein. Aber trotz der zehn Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz will er nicht aufgeben. „Ich sehe in dieser Mannschaft trotz allem Potenzial, um in der Liga zu bleiben“, stellt Marco Gamper klar. Formkurve: absteigend.