Der FC Öhningen-Gaienhofen hat es geschafft. Durch den 1:0-Sieg über den SV Mühlhausen am vergangenen Samstag und die Niederlage des FC Bodman-Ludwigshafen am Folgetag, sicherte sich die Mannschaft von Trainer Alessandro Paolantonio den vorzeitigen Klassenerhalt.

Nicht übermäßig gefeiert

„Wir sind sehr erleichtert. Das war eine schwere Saison, in der vieles nicht so gelaufen ist, wie wir es eigentlich geplant hatten“, gesteht Paolantonio ein. „Wir haben auch nicht übermäßig gefeiert. Das werden wir in der kommenden Woche bei unserem letzten Heimspiel nachholen.“ Außer dem Nichtabstieg gibt es auf der Höri allerdings nicht viel Grund zur Freude. „Das war eine Saison zum Abhaken“, redet Paolantonio nicht um den heißen Brei herum. „Es kamen einige Sachen zusammen. Wir sind schlecht in die Saison gestartet und hatten in der Vorrunde Verletzungspech, auch wenn das nicht als Ausrede gelten darf. Es nur auf die Verletzten zu schieben, wäre mir persönlich zu einfach. Wir haben komplett als Mannschaft – mich als Trainer eingeschlossen – nicht das gebracht, was wir gekonnt hätten.“

Wechsel zum SV Orsingen-Nenzingen

Seinen bereits feststehenden Wechsel zum SV Orsingen-Nenzingen will Paolantonio jedoch nicht als Konsequenz der schwierigen Saison verstanden wissen. „Der Verein ist näher an meiner Heimat Stockach, ich kenne das Umfeld sehr gut und war schon vier Jahre lang Trainer dort“, so Paolantonio. „Sie spielen gerade noch um den Aufstieg in die Bezirksliga, aber ich habe auf jeden Fall für beide Ligen zugesagt.“ Dass seine Mannschaft hinter den Erwartungen blieb, frustriert den erfahrenen Coach. „Die ganze Sache bekommt irgendwann eine Eigendynamik. Es fühlt sich an, als ob alles zusammenkäme: späte Gegentore, direkt verwandelte Eckbälle gegen uns. Man hinterfragt sich und überlegt, ob man alles richtig macht“, gibt Paolantonio Einblick in seine Gedankenwelt.

Mit der Rückrunde zufrieden

Mit den Leistungen in der Rückrunde ist er im Großen und Ganzen jedoch zufrieden. Auch auf den Auftritt im Spiel gegen Mühlhausen ist er stolz. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, die Mannschaft war hochkonzentriert“, sagt Paolantonio. „Wir sind gut gestartet, hatten noch vor dem frühen Tor bereits einen Lattentreffer und hätten später noch erhöhen können. Und das gegen Mühlhausen mit seiner starken Offensive, das unter meinem geschätzten Kollegen Eddy Wiedenmaier mal wieder eine gute Saison gespielt hat.“ Paolantonio ist froh, den Verein nicht als Absteiger verlassen zu müssen. „Ich möchte dem Verein und meiner Mannschaft danken“, hebt er hervor. „Gerade meine Spieler haben mir in der schwierigen Situation immer den Rücken gestärkt, dafür bin ich sehr dankbar.“

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