Wenn Feuer ausbricht, ist es das Wichtigste, Ruhe zu bewahren und nach Plan vorzugehen. Das fällt in solchen emotionalen Ausnahmesituationen, in denen Hektik und Panik aufsteigen, besonders schwer. Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger aus Waldshut-Tiengen erklärt, wie Sie sich verhalten sollten, wenn zu Hause oder in der Nachbarschaft ein Feuer ausbricht.

Die wichtigsten Verhaltensregeln, wenn es wirklich einmal brennt

  • Notruf: Alarmieren Sie die Feuerwehr über die Telefonnummer 112 und schildern Sie die Situation. Warten Sie auf Rückfragen der Rettungsleitstelle.
  • Information: Warnen Sie alle Menschen in dem Gebäude.
  • Rauchausbreitung verhindern: Die Türe zum Brandraum sollte geschlossen werden. Das ist besonders bei Rauchentwicklung wichtig, denn: „80 Prozent aller Brandopfer verbrennen nicht, sondern sie ersticken am entstehenden giftigen Brandrauch“, sagt der Kreisbrandmeister.
  • Verrauchte Bereiche meiden: Ist der Treppenraum als einziger Fluchtweg schon stark verraucht, sollten die Bewohner besser im Gebäude bleiben und sich an einem Fenster bemerkbar machen, rät Dominik Rotzinger.
  • Kein Risiko eingehen: Versuchen Sie nur zu löschen, wenn Sie nicht das eigene Leben riskieren. Am besten nimmt man Wasser oder einen Feuerlöscher, rät Dominik Rotzinger. Kleinbrände können oft auch mithilfe einer Decke erstickt werden.
  • Vorsicht bei Fett- und Ölbränden: Diese dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden – es droht Explosionsgefahr.
  • Was tun, wenn ein Mensch brennt: Wichtig sei, den Beroffenen ruhig auf den Boden zu legen, so Dominik Rotzinger: „Die Person rennt sonst umher und facht das Feuer dadurch zusätzlich an beziehungsweise stellt eine zusätzliche Brandgefahr dar.“ Dann am besten mit einer Löschdecke oder Wasser löschen. Ist weder das eine noch das andere zur Hand, können Baumwolldecken oder -jacken verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit: Die Person am Boden wälzen.
  • Auf Feuerwehr warten: Sind keine gefahrlosen Löschversuche möglich, heißt es für Betroffene wenn möglich: raus aus dem Gebäude. Dominik Rotzinger rät, draußen auf die Feuerwehr zu warten und den Einsatzkräften den Weg zum Brandherd erklären.