Lustenau (hog) 1800 Unterschriften wären nach Angaben der Verantwortlichen der Bürgerinitiative "Lebenswertes Lustenau" notwendig gewesen, um eine Volksabstimmung zum geplanten schwedischen Möbelhaus Ikea im vorarlbergischen Lustenau auf den Weg zu bringen. Am Dienstag lief die Frist ab. Wie die Verantwortlichen der Bürgerinitiative erklären, seien rund 3200 gesammelte Unterschriften ein Zeichen dafür, dass nicht alle Lustenauer einen Ikea-Markt befürworten.

Insgesamt waren rund 15 400 Bürger stimmberechtigt. Zu den Gegnern gehören auch Landrat Erich Schwärzler oder Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, sowie der Bürgermeister von Hohenems, Dieter Egger. Die meisten Bedenken gibt es wegen des erwarteten hohen Verkehrsaufkommens in der Region. Die Volksabstimmung soll nach Angaben der Gemeinde Lustenau im Mai stattfinden und folgende Fragestellung haben: "Soll die Marktgemeinde Lustenau Ikea durch entsprechende Flächenwidmung, trotz zu erwartendem Mehrverkehr, ansiedeln?"

Die Ikea-Gegner geben auch zu bedenken, dass der schwedische Möbelkonzern seinen Neubau im bayerischen Memmingen schon ein Jahr in Betrieb haben wird, wenn 2020 in Lustenau wie geplant ein Ikea-Markt eröffnet werden sollte. In Memmingen sollen die Bauarbeiten direkt an der Autobahn 96 demnächst starten. Die Eröffnung des Marktes ist hier für Ende 2019 geplant. Ikea will in Memmingen rund 100 Millionen Euro investieren und nach Konzernangaben 300 Arbeitsplätze bei einer Verkaufsfläche von 47 700 Quadratmetern schaffen.