In einem vierseitigen offenen Brief hat sich der schwedische Möbelkonzern Ikea am Freitag in Sachen Standort im vorarlbergischen Lustenau geäußert. Seit drei Tagen ist klar, dass es gegen den geplanten Standort in Lustenau eine Volksabstimmung geben wird. "Sehr geehrte VertreterInnen der Bürgerinitiative, viele Aussagen, die auf der Homepage lebenswertlustenau.at über Ikea zu finden sind, können wir nicht so stehen lassen." So beginnt der vierseitige Brief, in dem Ikea jetzt zu verschiedenen Vorwürfen der Bürgerinitiative Stellung nimmt. Punkt für Punkt gehen die Verantwortlichen des Ikea-Konzerns in Österreich auf die Behauptungen der Bürgerinitiative ein. So sei es laut Ikea ein Fakt, dass der schwedische Konzern in Lustenau 240 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit beschäftigen wird und nicht wesentlich weniger.

Außerdem versucht der Konzern, den Hauptkritikpunkt der Gegner zu entkräften, dass es durch die Ansiedlung zu einem viel höheren Verkehrsaufkommen in der Region kommen werde. Nach Angaben von Ikea führe ein, wie für Lustenau geplanter kleinerer Ikea, in einer Region mit ohnehin hohem Verkehrsaufkommen zu einem Mehr an Verkehr von "lediglich zwei Prozent". Der Konzern schreibt auch, dass er bereits seit 25 Jahren nach einem passenden Standort in Vorarlberg gesucht habe und jetzt ein Grundstück gefunden habe. "Allerdings mit einer Reihe von aufschiebenden Rahmenbedingungen im Kaufvertrag. Erst wenn diese Bedingungen geklärt sind, werden wir entscheiden, ob wir das Projekt in Lustenau umsetzen."