Gleich zu Jahresbeginn wird das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach Schauplatz einer aufwändigen Kinoproduktion. Noch bis Ende Februar dauern die Dreharbeiten für das Drama Schneeblind. Während die Innenaufnahmen in den historischen Höfen des Freilichtmuseums abgedreht werden, finden die Außenaufnahmen am Schluchsee statt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Museums hervor.

„Schneeblind ist der Diplomfilm junger Filmschaffender der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Er erzählt vom Reifungsprozess eines blinden Jungen inmitten der Verlorenheit der Nachkriegszeit“, so das Museum. Der sechzehnjährige blinde Peter sei mit seinem Vater Heiner, einem ehemaligen SS-Offizier, im Kältewinter 1946 auf der Flucht vor den Alliierten. Bei ihnen sei der verwundete Soldat Karl, der ihnen versprochen habe, sie über die Schweizer Grenze zu bringen. Als Karl auf dem Weg dorthin seinen Verletzungen erliege, brächten Peter und Heiner den Toten zu seiner Familie, die auf einem abgelegenen Bauernhof im Schwarzwald lebe. Ein Schneesturm zwinge sie, auf dem Hof zu bleiben, was eine Kette von Ereignissen auslöse.

Das Drehbuch für Schneeblind hat Nachwuchsregisseur Arto Sebastian zusammen mit Silke Morgenroth geschrieben. Christoph Holthof, Daniel Reich, Karoline Henkel und Jaspar Mielke produzieren das Drama. Vor der Kamera stehen Jonathan Berlin, Kai Ivo Baulitz, Martin Umbach, Inka Friedrich und Amelie Herres.

Wer das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof besuchen will, muss sich aber noch etwas gedulden: Es ist noch in der Winterpause und in diesem Jahr wieder ab dem 20. März täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.