Nachdem die Polizei eingetroffen war, wurde der gesamte Badebereich sofort abgesperrt und geräumt. Noch in der Nacht kamen Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus München am Bodensee an, um die Granate zu bergen und genauer zu untersuchen.

Auch am Mittwoch blieb das beliebte Strandbad im Lindauer Ortsteil Bad Schachen für den gesamten Badebetrieb komplett gesperrt. Nach Angaben von Einsatzleiter Klaus Achtelstetter von der Lindauer Wasserschutzpolizei sollen der gesamte Flachwasserbereich sowie der weitere Badebereich von Polizeitauchern gründlich abgesucht werden. "Wir haben vier Taucher der bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz und unser Polizeiboot. Da nutzen wir die Gelegenheit und suchen den gesamten Bereich großräumig ab", erklärte Klaus Achtelstetter im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

200 Gäste verlassen Gelände

Bereits am Dienstagabend war das Bad gleich nach dem Fund der Eierhandgranate komplett geräumt worden. Rund 200 Bade- und Restaurantgäste mussten das Gelände verlassen. Gegen 22 Uhr waren die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus München eingetroffen und konnten die Granate sichern, nachdem Lindauer Polizeibeamte die Granate kurzzeitig aus den Augen verloren hatten. Die Lindauer Feuerwehr unterstützte den Kampfmittelräumdienst in der Nacht mit vier Fahrzeugen und 20 Mann und hatte zahlreiche Scheinwerfer aufgebaut. Die Badegäste waren nach Angaben der Experten zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. 

Immer wieder muss aus dem Bodensee Kriegsmunition geborgen werden, wie hier im vergangenen August im Lindauer Lindenhofbad.
Immer wieder muss aus dem Bodensee Kriegsmunition geborgen werden, wie hier im vergangenen August im Lindauer Lindenhofbad. | Bild: Susanne Hogl

Bislang wurden keine weiteren Kampfmittel mehr gefunden, so die Aussagen der zuständigen Polizei. Sie weist darauf hin, dass verdächtige Gegenständige nicht angefasst werden dürfen und sofort die Polizei benachrichtigt werden soll.