Vorige Woche ist das Urteil gegen den 35-Jährigen wegen Mordes und Vergewaltigung einer 22-jährigen Frau aus Weißensberg in der Nähe von Lindau gefällt worden. Vor dem Kemptner Landgericht wurde der bereits wegen Vergewaltigung Vorbestrafte jetzt zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und einer daran anschließenden Sicherungsverwahrung verurteilt.

Ehemalige Nachbarin in Badewanne ertränkt

Der 35-Jährige hat nach Überzeugung des Gerichts im vergangenen Jahr seine ehemalige Nachbarin, die im Haus seiner Ex-Freundin wohnte, brutal gewürgt, vergewaltigt und schließlich in der Badewanne ertränkt. Dafür ist der Mann auf Grund seiner Vorstrafe im Anschluss an die Freiheitsstrafe zu einer so genannten Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das bedeutet, dass der 35-Jährige auch nach Verbüßung seiner Haftzeit weiter im Gefängnis bleiben muss. Dagegen wehrt sich der Verurteilte mit Hilfe seines Pflichtverteidigers Marc Siebler. Dieser hat im Auftrag seines Mandanten gegen das Urteil Revision eingereicht.

35-Jähriger bestreitet nach wie vor die Tat

"Die wenigsten Revisionsanträge gehen beim Bundesgerichtshof durch, aber mein Mandant will, dass wir es versuchen", erklärte Marc Siebler im Gespräch mit dieser Zeitung. Siebler hat zuletzt am Mittwoch persönlich mit dem Verurteilten gesprochen. Nach Auskunft des Anwaltes bestreitet der 35-Jährige nach wie vor die Vergewaltigung der 22-Jährigen. "Er bestreitet sie auch mir gegenüber, auch wenn alle DNA-Analysen gegen ihn sprechen", so Marc Siebler.

Der Anwalt erklärte aber auch, dass wohl kaum das ganze Verfahren noch einmal aufgerollt werden müsste, sondern unter Umständen nur die Sicherungsverwahrung. Bislang heiße es aber noch abwarten, bis das Urteil samt ausführlicher Begründung schriftlich vorliegt.