Laut Mitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim war der 31-Jährige mit seiner Mutter und seinem Sohn mit einem Zug aus Nürnberg gekommen. Die Angehörigen mussten die Reise ohne den 31-Jährigen fortsetzen.

Am späten Samstagabend kontrollierten Bundespolizisten die Papiere eines Mannes und seiner Familie. Schnell stellte sich mithilfe des Fahndungscomputers heraus, dass der 31-Jährige von der Staatsanwaltschaft Berlin per Haftbefehl gesucht wurde. Im Februar 2016 hatte das Amtsgericht Tiergarten den Mann wegen Leistungserschleichung zu einer Geldstrafe von rund 1900 Euro einschließlich Verfahrenskosten verurteilt. Alternativ sah das Gericht eine 120-tägige Haft vor. Bisher hatte der Gesuchte seine Justizschulden nicht beglichen.

Erneut konnte der Mann die geforderte Summe nicht aufbringen. Die Bemühungen seiner Verwandten, das nötige Geld zu beschaffen, scheiterten ebenfalls. Daher wurde der Festgenommene in die Justizvollzugsanstalt Kempten eingeliefert.