Die Finanzierung der größeren Brown-Nizzola-Plattform am Rheinufer-Rundweg in Rheinfelden/Schweiz muss im August stehen. Mehr als 100 000 Franken fehlen noch. Vor der Sommergemeindeversammlung will die IG Pro Steg mit ihren 70 Mitgliedern noch für den Zusatzkredit zum Bau des neuen Rheinstegs werben.

Verein wünscht sich einen größeren Ausbau

Die Aussichtsplattform an der Anschlussstelle des ehemaligen Rheinstegs kommt am Rheinufer-Rundweg auf der Schweizer Seite. Allerdings wünscht sich die IG Pro Steg einen größeren Ausbau zur Brown-Nizzola-Plattform. Kilian Elsasser, Präsident des Verbandes Industriekultur und Technikgeschichte Schweiz, stellte die Planung vor, mit denen an Charles Eugene Lancelot Brown und Agostino Nizzola erinnert werden soll.

Geld für kleine Variante ist schon bewilligt

Die beiden waren maßgeblich am Aufbau des ersten europäischen Stromverbunds beteiligt. Mit einem Torbogen soll der alte Steg symbolisiert werden, die stilisierten Stromabnehmer erinnern an den Verbund. Infotafeln, die Silhouette des alten Kraftwerks, eine Wippe, Sitzgelegenheiten und Fernrohre mit historischen Ansichten sollen den Platz beleben und zu einem Denkmal der Stromgeschichte machen. Geld für den Bau einer kleinen Aussichtsplattform wurden von der Gemeinde schon bewilligt. 2018 sei die IG Pro Steg in die Finanzierung der größeren Plattform gut gestartet, allerdings sei es 2019 wieder ins Stocken gekommen, meinte Präsident Peter Scholer.

Die Finanzierung muss am 9. August stehen

Beisitzer Ueli Urwyler führte aus, dass 314 200 Franken für die Plattform schon bewilligt wurden, darunter das Geld der Gemeinde für die kleine Ausführung sowie Zuschüsse seitens der Ortsbürgerversammlung, des Fricktaler Museums, des Lotteriefonds Aargau und verschiedener Stiftungen. Anfragen über rund 90 000 Franken sind derzeit noch offen und über die Crowdfunding-Plattform der Raiffeisenbank (lokalhelden.ch/plattform) sollen 35 000 Franken generiert werden. „Die Plattform kommt so oder so, aber vielleicht nicht in der gewünschten Form“, so Urwyler. Am 9. August muss die Finanzierung stehen.

Bei den Nachbarn gibt es keine zusätzliche Förderung

Auch der Neubau des Stegs zwischen den beiden Rheinfelden ist der IG weiterhin ein wichtiges Anliegen. Die Mitglieder wollen für ein Ja bei der Gemeindeversammlung im Juni werben. Christian Lier, Leiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung, führte aus, dass nach dem Submissionsverfahren und den Nachverhandlungen mit den Bieterfirmen die Baukosten immer noch bei 12,6 Millionen Euro anstelle der ursprünglichen 9,5 Millionen Euro lag. Für die Stadt Rheinfelden/Schweiz steigen die Kosten von 1,5 Millionen Franken auf 4,9 Millionen Franken, da es anders als in Rheinfelden/Baden keine zusätzlichen Fördergelder gibt. In dem Betrag sind 273 000 Euro für eine Umlegung der Kanalisation enthalten, die zu Lasten der Abwasserkasse gehen. Auf der Gemeindeversammlung im Juni soll ein Zusatzkredit über 3,2 Millionen Franken beantragt werden.

Mitglieder werben mit einem Stand vor dem Rathaus

„Wenn wir Pech haben, bekommen wir einen kleine Plattform und keinen Steg. Wenn wir Glück haben, bekommen wir die große Plattform und einen Steg“, fasste Scholer die Situation zusammen. Er gab bekannt, das die IG am 25. Mai vor dem Rathaus in der Marktgasse mit einem Stand für das Crowdfunding der Plattform und ein Ja für den Rheinsteg werben wird.

Der Kassenbericht offenbarte eine angespannte Situation der IG, die für das Konzept der größeren Plattform in Vorkasse für die Stadt gegangen war. Gewählt wurden Präsident Peter Scholer, Kassiererin Susi Sailer, die Beisitzer Kurt Beretta, Wolfgang Bocks, Martin Eder und Ueli Urwyler.

Informationen im Internet:
http://www.ig-pro-steg.com