Beim Neujahrsempfang hat Steins Gemeindeammann Beat Käser das abgelaufene Jahr mit einer Schiffsreise verglichen. Sie habe zeitweise durch ruhiges Gewässer geführt, gelegentlich sei sie aber auch Böen ausgesetzt gewesen und habe sogar den einen oder anderen Sturm überstehen müssen. Insgesamt blickte er aber positiv auf 2018 zurück und dankte den Bürgern für die „tolle Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit“.

Ja und Nein zu Projekten

Aus Sicht der Verwaltung war erfreulich, dass die Sommergemeindeversammlung die Neugestaltung des Rheinuferwegs gebilligt hatte. Mit diversen Maßnahmen, wie einem Fernrohr, einer neuen Treppe und einer Grillstelle mit „Riviera“, soll der Weg auf Steiner Seite attraktiver gestaltet werden. Dafür ist die Gemeinde bereit, rund 1,4 Millionen Schweizer Franken in die Hand zu nehmen. Zurückgewiesen hatte die Gemeindeversammlung im Dezember indes die Zweiradverbindung zwischen den Bahnhöfen Bad Säckingen und Stein. Mit der direkten Verbindung – mit Anschluss an die Firma Novartis – wollten die Kommunen die Lücke im Netz des öffentlichen Verkehrs zwischen den Bahnhöfen schließen. Die Verwaltung gibt dieses Projekt nicht auf, sondern lässt es überarbeiten und wird es spätestens in der Wintergemeindeversammlung erneut vorstellen.

Freizeitkonzept

Ein wichtiges Projekt ist auch die Nutzung des ehemaligen Zollhauses an der historischen Rheinbrücke. Der Umbau zu einem Kulturhaus war knapp am Souverän und ein halbes Jahr später bei der Referendumsabstimmung an der Urne gescheitert. Daher entwickelte eine Arbeitsgruppe das Konzept eines „Escape Rooms“, das nun der Sommergemeindeversammlung vorgelegt werden soll.

„Wir wollen nicht nur verwalten, sondern das Dorf mit diversen Projekten verbessern und weiterbringen“, erklärte der Ammann. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, den Kommissionen, der Wirtschaft, den Vereinen, Nachbargemeinden und Einwohnern.

Würdigung für Hansulrich Bühler

Geehrt wurde Hansulrich Bühler, der sich 41 Jahre lang in den verschiedensten Ämtern und Funktionen „mit vollem Herzblut“, so Käser, für die Gemeinde, das Fricktal und den Kanton Aargau eingesetzt habe. Unter anderem war er Gemeinderat und -ammann (und als solcher Käsers Vorgänger). Dass er über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus Verantwortung übernimmt, belege seine Arbeit als Präsident des Planungsverbands Fricktal-Regio, als Vorstandsmitglied der Hochrheinkommission, als Mitglied im Distriktrat des Trinationalen Eurodistricts Basel, als Aargauer Großrat und Mitglied der Bildungskommission sowie als Mitglied der Interparlamentarischen Kommission der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Lob für Athlet Christopher Ullmann

Schließlich ehrte Vizeammann Bernadette Ankli das „sportliche Aushängeschild unserer Gemeinde“: Den 25-jährigen Christopher Ullmann. Er hatte im Sommer zum dritten Mal den Titel des Schweizer Meisters im Weitsprung geholt und an der Europameisterschaft in Berlin teilgenommen.