Das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) ist seit Montag Morgen wieder am Netz. Laut Pressemitteilung des KKL sind die Jahreshauptrevision und die Arbeiten für die Neuauslegung des Kerns abgeschlossen. Die Revision dauerte 50 Tage, wegen des Austauschs von Brennelementen verzögerte sich die Inbetriebnahme laut KKL allerdings um zusätzlich 41 Tage. Zur Jahreshauptrevision gehörten unter anderem der Einbau zweier neuer Großkomponenten im Maschinenhaus.

Die sogenannten Wasserabscheider-Zwischenüberhitzer sind beide über 120 Tonnen schwer, wurden in Einzelteilen angeliefert und vor Ort zusammengebaut. Das KKL wurde während der Revisionszeit von rund 1600 externen Mitarbeitern unterstützt. Eine mehrwöchige Verzögerung des Wiederanfahrtermins ergab sich laut KKL durch den vorsorglichen Ersatz von 24 Brennelementen, die gemäß Information des Herstellers nicht den Spezifikationen entsprachen. Diese Elemente wurden durch neue Brennelemente eines anderen Herstellers ersetzt. Der Austausch zog eine Neuberechnung der Kernauslegung nach sich.