Weil sich der Patient Ramasan Duman über den zu teuren Kaffee in der Reha-Klinik in Bad Zurzach ärgerte, nahm er seine eigene Maschine mit auf das Zimmer. Die Klinik verbat sie ihm – bot ihm später aber einen Kompromiss an.

Ramasan Duman lebt nach einer Rückenoperation einen Monat in der Reha-Klinik in Bad Zurzach. Er trinkt etwa fünf Tassen Kaffee pro Tag. Das würde ihn in der Klinik-Kantine mehr als 500 Franken kosten. „Ich finde, das ist Abzocke“, sagt er zum Regionalsender Tele M1. Vier Franken die Tasse – so viel will Duman nicht einmal in Venedig bezahlt haben.

Eine eigene Kaffeemaschine widerspricht Brandschutzauflagen

Der Bauarbeiter nahm kurzerhand seine eigene Kaffeemaschine von zu Hause mit. Die Klinik reagierte prompt und verbot ihm die Benutzung. Georges Ackermann, Leiter Gästemanagement, verteidigt das Verbot: „Wie wollen Sie entscheiden, welcher Patient die Maschine so benutzen kann, dass keine Gefahr entsteht?“ Das sei fast unmöglich. Außerdem verbiete das Gesetz den Gebrauch einer solchen Maschine aus feuerpolizeilichen Gründen.

Das versteht Duman nicht. Er leide unter Schlafapnoe und ist überzeugt: Das Gerät, das ihm nachts beim Atmen helfe, könne auch einen Brand auslösen. Die Klinik teilt mit, ihr Kaffee sei nicht teurer als in anderen Kliniken. Weil Duman viel Kaffee trinkt, macht sie jetzt für ihn eine Ausnahme. Er bekommt eine Maschine der Klinik zur Verfügung gestellt. Die Kapseln muss er selbst bezahlen. Duman freut sich über den Kompromiss – hätte aber eine Lösung bevorzugt, die für alle Patienten gegolten hätte.