In Spreitenbach ist jeder zweite Einwohner ein Ausländer, in Wiliberg sind es drei von 100 Bürgern: So unterschiedlich ist der Anteil von Immigranten in den Gemeinden des Schweizer Kantons Aargau. 8,4 Millionen Menschen leben in der Schweiz. Davon sind zwei Millionen Ausländer, was einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 25 Prozent entspricht. Den jüngsten Auswertungen der Statistik Aargau ist zu entnehmen, dass der Kanton Aargau einen Ausländeranteil von 25,04 Prozent hat und somit genau im schweizerischen Durchschnitt liegt. Die elf Bezirke im Kanton Aargau haben einen Ausländeranteil zwischen 17,04 Prozent (Bezirk Muri) und 29,88 Prozent (Bezirk Zurzach).

Große Unterschiede

Ein Blick auf die Aargauer Dörfer und Städte zeigt: Zwischen den Gemeinden liegen große Unterschiede. Den kantonsweit höchsten Ausländeranteil hat Spreitenbach mit 50,30 Prozent, gefolgt von Neuenhof (48,73 Prozent) und Birr (44,04 Prozent). Die kleine Gemeinde Wiliberg (rund 165 Einwohner, Bezirk Zofingen an der Grenze zum Kanton Luzern) hat einen Ausländeranteil von 3,01 Prozent und somit 47,29 Prozentpunkte weniger Ausländer als Spreitenbach. Zu den Gemeinden mit dem niedrigsten Ausländeranteil gehören zudem Attelwil (3,37 Prozent) und Hellikon (5,88 Prozent).

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In der Region Aargau West, inklusive der Gemeinden Aarburg, Bottenwil, Kölliken, Oftringen, Safenwil, Uerkheim und Zofingen aus dem Bezirk Zofingen, melden Aarburg (43,85 Prozent), Reinach (40,71 Prozent), Menziken (39,36 Prozent) und Oftringen (36,19 Prozent) die höchsten Ausländeranteile. Im Vergleich zu Aarburg und Reinach, ist der Ausländeranteil in Aarau mit 20,92 Prozent halb so hoch.

Steigerung um 2,7 Prozentpunkte

Im Kanton Aargau ist der Anteil der Ausländer seit 2010 um 2,7 Prozentpunkte gestiegen. Im Gegensatz zum kantonalen Anstieg ist der Ausländeranteil in den Städten Aarau und Lenzburg seit 2010 lediglich um 0,94 beziehungsweise 0,86 Prozentpunkten gestiegen. Die Gemeinden Biberstein, Leutwil, Boniswil, Schmiedrued und Burg weisen gar einen Rückgang der Ausländerzahl zwischen minus 2,38 und 0,51 Prozentpunkten auf. Dies steht im krassen Gegensatz zu Safenwil, wo der Ausländeranteil um 7,03 Prozentpunkten gestiegen ist. Zudem haben im Bezirk Lenzburg die Gemeinden Egliswil, Holderbank und Hendschiken einen Aufwärtstrend von mehr als fünf Prozentpunkten in den vergangenen Jahren erfahren.