Rafael Waber ist zufrieden. Der Geschäftsführer der Swiss Shrimp AG erlebt zwar intensive und arbeitsreiche Monate, doch die Anlage der Crevettenfarm läuft wie gewünscht. Im Oktober sind die ersten Larven – sie stammten aus Italien – eingesetzt worden. Sie waren nur drei bis vier Millimeter klein. Mittlerweile sind die Tierchen deutlich gewachsen. „Die erste Generation ist im Durchschnitt schon zirka zehn Zentimeter lang und wiegt rund zwölf Gramm pro Stück.“ Das Ziel sind 15 Zentimeter und 23 Gramm, dann können sie verarbeitet werden. „Wir werden naturbedingt bei jeder Ernte kleinere und größere Tiere aus dem Becken keschern. Daraus resultieren dann verschiedene Artikel – von medium bis extra groß.“

Vier der 16 Becken gefüllt

Aktuell sind vier der 16 Becken gefüllt. Pro Becken leben 80 000 Tiere, insgesamt also rund 320 000. Laufend werden neue Becken in Betrieb genommen und Larven eingesetzt. In der Halle ist es rund 30 Grad warm, es riecht nach Salzwasser. Alles ist sauber, es wirkt fast steril. „Wir legen großen Wert auf die Hygiene“, so Waber.

Bis zu 60 Tonnen pro Jahr

Bald kommen die Crevetten aus heimischer Produktion in den Handel: „Ab Frühling 2019 können wir die erste Generation Shrimps im Verkauf anbieten. Dabei handelt es sich um rund 1000 Kilogramm. Die Erntemenge können wir danach laufend hochfahren. Ab Herbst befinden wir uns im Vollbetrieb“, so Waber. Bis zu 60 Tonnen sollen pro Jahr produziert werden.

100 Franken pro Kilogramm

Vorerst sollen die Fricktaler Crevetten im regionalen Einzelhandel sowie in einigen lokalen Restaurants angeboten werden. „Besonders positive Rückmeldungen erhalten wir zu den Aspekten der lokalen Aufzucht, der tiefen Umweltbelastung und zu unserer hohen Transparenz.“ Der Verkaufspreis liegt bei rund 100 Franken pro Kilogramm, die Mindestbestellmenge soll bei rund 450 Gramm liegen.

Bis Ende des Jahres ausgebucht

Das Interesse in der Bevölkerung an der Crevettenfarm ist groß. „Bis Ende Jahr sind wir ausgebucht“, erklärt er. Insgesamt zählt die Swiss Shrimp AG derzeit rund zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir konnten ein tolles Team mit Leuten aus der Region aufbauen. Wir erhalten laufend Blindbewerbungen. Die Shrimps-Farm scheint ein attraktiver Arbeitsort zu sein. Offene Stellen haben wir jedoch in absehbarer Zeit keine.“