Rauschgiftschmuggler sind kreativ, wenn es um Drogenverstecke geht. Das zeigt ein Fall, den die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag bekannt gemacht hat. Als Zöllner am Flughafen Zürich vor einigen Tagen die Frachtsendungen einer aus Griechenland eingetroffenen Passagiermaschine überprüften, gab der eingesetzte Betäubungsmittelhund wohl bei einem Karton Laut, in dem sich ein Spielzeugauto befinden sollte. Die Kontrolleure fanden außer dem Spielzeug ein Kilogramm Marihuana. EZV-Sprecher Michael Steiner sprach gegenüber dieser Zeitung von einem nicht alltäglichen Versteck. Gut versteckt waren auch drei Kilogramm Haschisch, die Schweizer Grenzwächter Ende Juli am Zürcher Flughafen beschlagnahmt haben. Wie die Eidgenössische Zollverwaltung informierte, befand sich das Rauschgift in einem Reisekoffer mit doppeltem Boden. Eine Person wurde festgenommen.

Bilanz eines Quartals

Nach Erfahrung der Zollverwaltung wird Rauschgift häufig in Alltagsgegenständen versteckt. So war im April ein Buch die Hülle für den Schmuggel von 400 Gramm Heroin. Doch auch diesen Schmuggelversuch deckten Zollfachleute auf. Nach Angaben der EZV wurden allein im zweiten Quartal 2018 am Zürcher Airport 15,3 Kilo Kokain, 1,7 Kilo Heroin, 1,5 Kilo Haschisch und Marihuana und über 13 Kilo Designerdrogen beschlagnahmt.