Im Schweizer Kanton Thurgau sind drei tote Deutsche gefunden worden, darunter zwei Kinder und ihr Vater. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus. Weil es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung einer vierten Person gibt, gilt ein erweiterter Selbstmord als wahrscheinlich.

Bei den Toten handelt es sich der Polizei zufolge um einen 38 Jahre alten Vater und dessen Kinder. Sie waren vier und sieben Jahre alt. Sie wurden am Sonntagnachmittag, gegen 13.30 Uhr, gefunden, nachdem ein Notruf beim Rettungsdienst einging.

Bild: Marco Latzer

Wer den Notarzt in die Furtbachstraße in Eschenz rief, ist nicht bekannt. Fakt ist aber: das Schloss wurde nicht gewaltsam aufgebrochen. Die Person, die die leblosen Körper fand, muss also einen Schlüssel zur Wohnung besessen haben. Mutter, Verwandte, Hausmeister oder ein Nachbar mit Zweitschlüssel kommen wohl in Betracht.

Bild: Marco Latzer

Die Familie lebt seit vielen Jahren in der Schweiz. Ursprünglich kommen sie jedoch aus Deutschland. Woher genau, will die Thurgauer Kantonspolizei auf Nachfrage des SÜDKURIER nicht mitteilen. Heute Nachmittag, gegen 13.30 Uhr reisten Verwandte der Familie zum Tatort an. Sie kamen mit zwei Autos mit Zollernalbkreis-Kennzeichen.

Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei Thurgau ermittelt, auch das Institut für Rechtsmedizin sei herangezogen worden. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat eine Strafuntersuchung eröffnet, wie es hieß. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

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