Der Kanton Thurgau entsendet Helfer in die Gemeinde Bondo im Kanton Graubünden, wo im August ein Felssturz niedergegangen und Murgänge Teile des Dorfs verschüttet hatten. Wie das Thurgauer Departement für Justiz und Sicherheit am Montag informierte, werden vom 10. November bis am 15. Dezember rund 270 Thurgauer Zivilschützer in Bondo im Einsatz sein. Das Amt für Militär und Zivilschutz des Kantons Graubünden hatte ein Hilfsbegehren gestellt, da der Einsatz der dortigen Zivilschützer Ende Oktober zu Ende gegangen ist.

Der 23. August 2017 war für die Gemeinde Bondo im Kanton Graubünden ein folgenschwerer Tag. Nach einem Felssturz wurde das Dorf von Murgängen verschüttet. In den darauf folgenden Wochen kam es zu weiteren Felsstürzen und weiteren Murgängen. Die Einwohner Bondos mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, mittlerweile konnten die ersten Bewohner wieder zurückkehren. Seit dem Unglück sind Zivilschutz-Einsatzkräfte des Kantons Graubünden im Einsatz. Sie mussten jedoch Ende Oktober abgelöst werden. Deshalb hat der Kanton Graubünden an den Kanton Thurgau eine Anfrage auf Unterstützung für die Einsatzzeit vom 10. November bis 15. Dezember 2017 gestellt. Der Kanton Thurgau unterstützt dieses Hilfsbegehren, wie das Thurgauer Departement für Justiz und Sicherheit inzwischen entschieden hat. Daher werde der Thurgauer Zivilschutz mit neun Einheiten mit jeweils rund 30 Angehörigen des Zivilschutzes in Bondo Hilfe leisten.

Die 270 Einsatzkräfte werden nach Angaben des Thurgauer Amts für Bevölkerungsschutz und Armee in verschiedenen Bereichen mitarbeiten. Gefordert sind die Sicherstellung der Führungsunterstützung und der Logistik, die Sicherstellung der Alarmierung im Umfeld der Unglücksgemeinde sowie die Betreuung und Begleitung von betroffenen Einwohnern im Schadensgebiet. Thurgauer Zivilschützer beteiligen sich auch an der Räumung der verschütteten Gebäude. Der Kanton Thurgau trage Kosten von 25 000 Schweizer Franken, so heißt es in der Mitteilung des Justizdepartements.